16. und 17. Tag: València…. Port de València und El Cabanyal

Freitag, 10.1.2020

Das Wetter sieht heute nicht so toll aus. Wir beschliessen, den fälligen Waschtag heute durchzuführen. Am Nachmittag geht’s noch mal in den Parc Natural de l’Albufera de València.

Das Centre d’Interpretació wäre die letzte Stelle, die sich fussläufig vom Campingplatz aus erreichen lässt, wo noch ein Blick auf den Albufera Valenciana, den Strandsee (Süsswasserlagune) möglich wäre….

…. aber leider wird das Centre schon um 14 Uhr geschlossen…. zu spät! 🙁

Dann muss halt der kleine Zugang neben dem Campingplatz für heute reichen. Die Wolken sehen bedrohlich aus, aber es bleibt trocken.


Samstag, 11.1.2020

Die Sonne scheint wieder und wir fahren mit dem Bus zur Haltestelle 1888 Carrer del Dr. Josep Juan Dómine – Port.
Fähr-, Fracht- und Containerhafen im Süden lassen wir aus, wir beschränken uns auf den nördlichen „alten“ Hafen, die heutige Marina Real Juan Carlos I für Privatyachten. 

Map data ©2020 Google

Tinglado 2 ist ein historisches Lagerhaus und eines der architektonischen Schätze von La Marina de València. Tinglado 2 wurde Anfang des 20. Jh. gebaut, um dem wachsenden Seehandel, insbesondere mit Obst- und Weinprodukten, Rechnung zu tragen.

Heute sind in La Marina nur noch 3 der ursprünglich 6 Tinglados erhalten.

Der Circo Raluy gastiert im Hafengebiet

Florentiner Hut „La Pamela“, Skulptur des Künstlers Manolo Valdés aus der Reihe „Köpfe ohne Gesichtszüge“, aufgestellt beim Yachthafen.

Die Alinghi-Base, die beim America’s Cup 2007 und 2013 genutzt wurde

Die Alinghi-Base 2010

Photo by Yasuhiro Chatani, Tokyo, License CC BY 2.0

Die Alinghi 5

Photo by Yasuhiro Chatani, Tokyo, License CC BY 2.0
Photo by Yasuhiro Chatani, Tokyo, License CC BY 2.0

Ein übrig gebliebener Rumpf der Alinghi als Kunstwerk

Ehemalige Schiffswerft (Antic varador públic de València)
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden neben den Eisenbahnlinien zwei Trockendocks gebaut: eines für die öffentliche Nutzung und das andere für Boote und Hafenarbeiten. Im Jahr 1989 sollte das Gebäude restauriert werden, aber aufgrund ihres schlechten Zustands wurde beschlossen, es abzureissen und dann wieder aufzubauen. Das neue Gebäude behält das gleiche äussere Erscheinungsbild wie das Original und ist eine Ikone der valencianischen modernistischen Architektur.

Im Vordergrund die alten Schienen der Werft

Veles e Vents
Dieses am Kanal befindliche Gebäude ist das Symbol des Port America’s Cup und bildet eine visuelle Brücke zwischen dem Mittelmeer und der Stadt Valencia. 

Das Hotel Neptuno, die Frontseite an der Passeig de Neptú, die Rückseite an der Strandpromenade Carrer d’Otumba und dem Strand Platja del Cabanyal.

Die Restaurants am Carrer d’Otumba…. auf dem Foto in der Mitte das Destino56, wo wir am letzten Dienstag gegessen hatten.

Das Denkmal für den Schauspieler Antoni Ferrandis Monrabal (span. Antonio Ferrandis)

Von der Strandpromenade geht’s direkt in das Viertel El Cabanyal (val. El Cabanyal – El Canyamelar, span. Cabañal-Cañamelar)

Map data ©2020 Google

Der Kampf um El Cabanyal
Valencia ist Schauplatz einer der längsten Auseinandersetzungen im Konfliktfeld zwischen Stadterneuerung und der Erhaltung historischer Bausubstanz. Um einen grossen Boulevard der Stadt, die Avenida de Blasco Ibáñez, bis zum Meer weiter zu bauen, entschied sich die von der Partido Popular gestellte Stadtregierung 1997 für einen Plan, der den Abriss weiter Teile des ehemaligen Fischerdorfs El Cabanyal vorsieht. Seit diesen Jahren wehrt sich eine Initiative aus Anwohnern, Denkmalschützern und Künstlern aus aller Welt gegen die Zerstörung des einmaligen Ensembles des Modernismo, direkt am Meer gelegen. Während die Stadtregierung in diesen Jahren immer wieder Einzelabrisse von Häusern vollziehen konnte, versuchte sich die Initiative „Salvem el Cabanyal“ über Demonstrationen und – letztendlich erfolglose – Klagen bis hin zum obersten Gericht zu wehren. Da der grösste Teil der betroffenen Häuser denkmalgeschützt ist, griff schliesslich 2010 das damals von den Sozialisten dominierte Kulturministerium in Madrid ein, um die „Plünderung“ dieses schützenswerten Kulturgutes zu verhindern. In der Folge der Immobilienkrise ab 2009 in Spanien wäre ein derart grosses Immobilien- und Stadtumbauprojekt ohnehin nur schwer zu realisieren. Die 2015 gewählte linke Stadtregierung hat das Projekt gestoppt.

Carrer d’Eugènia Viñes

Das ist offenbar der Wohnmobilstellplatz…. freiwillig würden wir uns nicht dahin stellen! 😀

Carrer del Dr. Lluch

Carrer del Pare Lluís Navarro

In den engen Gassen tut sich die Kamera mit der Belichtung schwer…. grelles Sonnenlicht und dunkle Schatten…. manchmal, so wie im Foto oben, hilft mit Photoshop nur noch die HDR-Funktion.

Trotz HDR muss ich trotzdem noch ein bisschen am Bild „herumschrauben“…. leicht abdunkeln, etwas Farbe rausnehmen…. sonst wirkt es etwas unnatürlich. Aber trotzdem, das Viertel El Cabanyal ist vielerorts so farbenfroh, wie es sich auf den Fotos darstellt. Ein ungewöhnliches Sammelsurium an Farben und Baustilen…. sehr schön anzuschauen!

Carrer de la Marina

Zeit für eine Stärkung…. an der Plaça de la Creu del Canyamelar / Ecke Carrer del Mediterrani finden wir vor dem Restaurante Mirant la Mar einen gemütlichen Sitzplatz.

Das Essen ist lecker….

…. und die hausgemachte Tarta de queso…. ein Gedicht!

Weiter geht’s…. man entdeckt immer neue und sehenswerte Ecken!

Wahrscheinlich könnten wir noch stundenlang durch El Cabanyal streifen…. irgendwann reicht’s dann mal! Wir machen uns auf den Weg via Strandpromenade und Hafen zur Bushaltestelle.

Der València „Walk of fame“! 😀

Das Veles e Vents erscheint am späten Nachmittag in einem schöneren Licht als um die Mittagszeit.

Wir haben noch Zeit und da wir mit dem Bus ohnehin umsteigen müssen fahren wir vom Hafen zur Haltestelle Nr. 2251 Porta de la Mar (impar) – Av. de Navarro Reverter, um noch ein bisschen in der Stadt zu bummeln.

Neben der Porta de la Mar zwischen Carrer del General Palanca und Carrer del Palau de Justícia liegen die Jardins de la Glorieta. Dort stehen einige grossblättrige Feigen (Ficus macrophylla), die aus Australien stammen. Der Stammumfang in 1,30 m Höhe beträgt 17,50 m. Da es sich bei diesem Baum um einen mehrstämmigen Baum handelt, kann der Umfang grösser sein, als man es von einem Baum dieses Alters erwarten würde. Das Alter ist ca. 170 Jahre. Auf der Webseite Monumental Trees sind diese Bäume vermerkt.

Carrer de la Pau

Kunst an der Plaça de Tetuan

Das Centro Cultural Bancaja mit dem Monumento a San Vicente Ferrer
Eine Inschrift auf dem Sockel des Denkmals lautet: „Valencia ist dankbar für den Schutz, den der Heilige Vinzenz Ferrer der Stadt im Jahr MDCLXXVII gewährt hat. Standort und Wiederherstellung im Jahr MCMLX.

Bei einer Horchata mit Fartons im Mercat Colón lassen wir den Tag langsam ausklingen.

Hier ist noch ein 4K-Video von València

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