Montag, 15.9.2025
Was tun?
Das Wetter geht heute früh einigermassen…. aber da, wo wir hin woll(t)en sieht es für die nächsten Tage nicht gut aus…. stürmisches Wetter…. und ziemlich regnerisch.
Le Croisic…. grüner Pfeil…. da hat die letzte Reise aufgehört
Pornic, Île de Noirmoutier und Les Sables-d’Olonne…. rote Pfeile…. da wollen wir eigentlich hin…. und dort ist eben das Wetter nicht schön.

Von Poitiers nach Pornic sind es 262 km (schnellste Route)
Nun sind aber unsere Freunde Daniela und Michael seit einigen Tagen auf der Île de Ré…. gelber Pfeil! Sie schwärmen davon, wie schön es dort ist, das Wetter ist auch gut…. auch für die nächsten Tage!
Und es sind nur 153 km dahin…. also…. wir verschieben Pornic, Île de Noirmoutier und Les Sables-d’Olonne auf den Sankt Nimmerleinstag und fahren spontan Richtung Île de Ré. Unsere Freunde reservieren einen Platz für uns…. alles perfekt!

Wir fahren zum Camping Huttopia Côte Sauvage – Ile de Ré in Sainte-Marie-de-Ré…. ein sehr schöner Platz!
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Dienstag, 16.9.2025
Das Wetter ist gut heute, wir mieten uns zwei e-Bikes auf dem Campingplatz und machen zusammen mit Daniela und Michael eine e-Biketour…. zuerst nach Le Bois-Plage-en-Ré, dort ist heute Markt, dann nach Saint-Martin-de-Ré, La Flotte, dann zur Abbaye des Châteliers und über La Flotte wieder zurück nach Sainte-Marie-de-Ré.

Die Miet-e-Bikes von Huttopia sind nicht schlecht…. wenn man allerdings ein Fully und eine etwas gestreckte Sitzposition gewohnt ist, dann sind sie doch ziemlich gewöhnungsbedürftig…. die Velowege auf der Insel sind stellenweise mit vielen Schlaglöchern…. da vermisst man die Federung schon etwas. Dafür ist die Insel weitgehend flach, es sind nur minimale Steigungen vorhanden.

Die Île de Ré gehört zum Département Charente-Maritime in der Region Nouvelle-Aquitaine. Ihre etwa 18’000 Einwohner verteilen sich auf die Gemeinden Rivedoux, La Flotte, Sainte-Marie-de-Ré, Saint-Martin-de-Ré, Le Bois-Plage-en-Ré, La Couarde-sur-Mer, Loix, Ars-en-Ré, Saint-Clément-des-Baleines und Les Portes-en-Ré.

Die Austern- und Muschelzucht nimmt grossen Raum in der Inselwirtschaft ein. Während dafür im Jahr 1915 nur etwa 115 Hektar genutzt wurden, sind es heute etwa 1’000 Hektar. An der Nordküste der Insel, dem Pertuis Breton (Bretonische Meerenge), haben viele Austernzüchter ihre Produktionsstätten. Die Möglichkeit der Verkostung ist überall gegeben.
Die Fischerei ist einer der Hauptwirtschaftszweige der Insel. Alle Häfen liegen am Pertuis Breton. Die Fischer verkaufen ihren Fang auf den täglich abgehaltenen Märkten in den Orten der Insel sowie direkt am Kai und frisch vom Boot.
Weinbau gibt’s auch auf der Insel…. das sehen wir gleich neben dem Campingplatz!

Plage de Montamer…. es ist 10 Uhr und noch etwas trüb…. wenig später zeigt sich die Sonne ☀️


In Le Bois-Plage-en-Ré ist Markt!

Die Église Notre-Dame de Tous-les-Saints
Die Allerheiligenkirche hatte mehrere Namen: Notre-Dame du Bois, Sainte-Marie du Bois und Saint-Barthélemy du Bois. Im Jahr 1832 wurde eine grössere Kirche gebaut, die der ersten gegenüberlag. Diese Kirche beherbergt Objekte, die unter Denkmalschutz stehen: die Jungfrau mit Kind aus dem 18. Jahrhundert, das Silberzyborium von 1761 oder auch das Gemälde des Apostels Saint-Barthélemy (dt. Bartholomäus).

Ein typisch französischer Markt…. hier gibt’s einfach alles! 😜




Feinkost in Les Halles
Wir verlassen Le Bois-Plage-en-Ré und fahren auf die Nordseite der Insel nach Saint-Martin-de-Ré. Etwas ausserhalb vom Ort befindet sich die Austernzucht Ré Ostréa mit einem Restaurant. Wir haben Glück und bekommen ein wunderschönen Platz am Wasser!



Die Speisekarte…. Austern (Huîtres), Scampi (Langoustines), Taschenkrebse (Tourteaux), Garnelen (Crevettes) und Hornschnecken (Buccinidae oder Bulots)…. was anderes gibt’s hier nicht!
Austern werden je nach Grösse und Qualität in 4 Klassen eingeteilt, wobei Klasse 1 die besten und auch teuersten Austern sind, zum Beispiel: 6N114 = 6 Austern Klasse N1 für 14 € oder 12N414 = 12 Austern Klasse N4 für 14 €. Das heisst also, dass 6 der besten Austern genauso viel kosten wie 12 der untersten Klasse. Die N4 sind natürlich keine schlechten Austern, sie sind nur kleiner und haben daher weniger Gewicht.

Unsere Aussicht….

…. und das haben wir auf dem Teller…. ich weiss nicht mehr, ob das jetzt N2 oder N3 sind

Wir fahren nach Saint-Martin-de-Ré in den Ort hinein….
…. vorbei an den Befestigungsanlagen der Citadelle de Saint-Martin-de-Ré

…. durch La Porte des Campani….

…. und vorbei am Gefängnis




Port de Saint-Martin-de-Ré




La Martinière…. die beste Glace der Insel! Es ist voll hier…. wir versuchen es im Nachbarort La Flotte!


Es ist sehr touristisch hier!





La Porte Thoiras…. am Ortsausgang Richtung La Flotte


Wir sind in La Flotte


Das Carrousel am Quai de Sénac


Der Port de La Flotte….

…. und der Phare de La Flotte

Der Quai de Sénac erstreckt sich entlang des gesamten Hafenbeckens

Und bei La Martinière am Quai de Sénac bekommen wir unsere Glace…. ohne Wartezeit! 😜
Weiter geht’s zur Abbaye Notre-Dame-de-Ré dite des Châteliers…. ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Die Abtei wurde zwischen 1150 und 1190 als Tochterkloster der Primarabtei Pontigny gegründet. Sie wurde in der Nähe einer Festung gebaut, die später zerstört wurde. Das Kloster wurde nach und nach auch das politische Zentrum des grössten Teils der Insel. Die heutigen Ruinen stammen aus dem 14. Jahrhundert. Das Kloster wurde 1294 zum ersten Mal von einer englischen Flotte zerstört, danach wieder aufgebaut.

Eine zweite Zerstörung erfolgte 1388, eine dritte 1462. Dieser dritte Vorfall war so gravierend, dass ein Neubau von Grund auf erforderlich wurde, vor allem der Abteikirche Notre-Dame. Am 29. November 1463 starb in dieser Abtei Maria von Anjou, Königin von Frankreich, die Witwe des Königs Karl VII. 1574 wurde das Kloster durch die Hugenotten erneut verwüstet und danach aufgegeben.




Zurück geht’s wieder über La Flotte….


…. nach Sainte-Marie-de-Ré zum Campingplatz. Wir hängen unsere Miet-e-Bikes an’s Ladegerät…. morgen geht’s wieder auf Tour…. diesmal länger als heute!
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