Sonntag, 8.6.2025 (Pfingstsonntag)
Landéda (bretonisch Landeda) ist im Département Finistère und hat knapp 4’000 Einwohner. Es liegt fast unmittelbar an der Atlantikküste auf einer Halbinsel zwischen Aber Benoît und Aber Wrac’h. Zusammen mit dem Aber Ildut sind die drei Aber Namensgeber für die Côte des Abers.
Eine Ria oder ein Aber ist eine schmale, längliche Bucht, die durch den unteren Teil des Tals eines Küstenflusses gebildet wird, der teilweise oder vollständig vom Meer überflutet wird. Die internationale Geographie verwendet das portugiesische oder spanische Wort ria, das bretonische Wort aber ist auch in Frankreich weit verbreitet, insbesondere in der Bretagne, wo es sehr viele gibt.
Im Gegensatz zu Fjorden und Förden wurden Rias nicht durch Gletscher gebildet. Sie haben daher meist flachere Küstenverläufe und geringere Buchttiefen als Fjorde. Rias entstehen am ehesten auf leicht erodierbarem Untergrund, beispielsweise Karst.
Eine Übersicht über die Küsten Frankreichs…. die Côte des Abers ist mit 65 km Länge eine der kleineren Küsten.

Wir machen heute eine Wanderung entlang der Küste zum Port de l’Aber Wrac’h
Das Monument de la Libération an der Küste des Aber Wrac’h…. eine Stele zum Gedenken an die Befreiung der Gemeinde Landéda am 11. August 1944 durch amerikanische Truppen.

Es ist gerade Ebbe



Es ist hier mehr ein Trampelpfad als ein Wanderweg


Am Horizont sieht man die Île Vierge (bretonisch Enez-Werc’h, dt. Jungfraueninsel) mit dem Phare de l’Île Vierge, der seit 2011 als Monument historique geführt wird. Der Leuchtturm wurde zwischen 1897 und 1902 mit einer Höhe von 82.5 Metern erbaut und ist der höchste Leuchtturm Europas.
Seit 2010 ist der Phare de l’Île Vierge nicht mehr kontinuierlich von einem Leuchtturmwärter besetzt. Er wird vollautomatisch vom Leuchtturm Phare du Créac’h auf der Insel Ouessant gesteuert.


Was hat der an dem Verbotsschild nicht verstanden?

Wen man sein Boot jetzt braucht…. keine Chance…. erst wieder bei Flut!


Die Austernzucht am Aber Wrac’h ist eine der Hauptaktivitäten in dieser Region. Der lange Meeresarm ist sowohl ein Zentrum für Wassersport als auch für die Zucht verschiedener Austernarten, die in den Gezeiten der Meeresarme kultiviert werden. Die Austern werden in der Gezeitenzone auf speziellen Tischen gezüchtet, die bei Ebbe freiliegen. Diese Methode schützt die Muscheln vor Fressfeinden und Verschlammung.
Plage Ar Vrennig



Plage des Anges


Das Hôtel de la Baie des Anges


Hortensien sind in der Bretagne sehr verbreitet, da das milde, feuchte Klima des Golfstroms ideale Bedingungen für ihr Wachstum bietet.


Im Restaurant Captain waren wir 2015 schon einmal…. jetzt ist es noch zu früh für’s Mittagessen



Im Ty Billig Ar Mor Creperie et Restaurant kann man schön draussen sitzen….
…. erst mal einen lokalen Apéro geniessen! 😜


Zum Essen geht’s in die Pizzeria La Palue, ein von einem jungen Team betriebenes Restaurant….

…. wir hatten eine Popeye Mélange de champignons, sauce champignons, épinards, crème, mozzarella und eine Napolitaine (siehe Foto) Anchois, câpres, tomates séchées, sauce tomate, mozzarella…. und hatten selten eine so leckere Pizza! Auch das Tiramisu als Dessert war fantastisch 😋 …. für ein Foto hat’s leider nicht mehr gereicht! 🤣🤣


Weiter geht’s zum Port de l’Aber Wrac’h, dem Yacht- und Fischereihafen





Auch den den Booten und Schiffen wird hier gearbeitet


Heute am Sonntag ist ganz schön was los am Hafen….

…. das Horizons Open Sea Festival findet heute in Landéda statt und am Hafen steht….

…. eine kleine Bühne mit Aufführungen bretonischer Musik…. sehr schön!



Phare de Saint-Antoine

Auf dem Rückweg…. Blick auf die Plage des Anges….

…. und zum Phare de l’Île Vierge (Foto mit iPhone 16 Pro mit maximaler Vergrösserung)

Schöner Garten!



Montag, 9.6.2025 (Pfingstmontag)
Heute wandern wir direkt nach Landéda und gehen von dort aus wieder Richtung Hafen.
Und wieder stolpern wir über die vielen Hortensien in den Gärten…. sehr schön!

Die Église Saint Gongard wurde 1486 eingeweiht, sie war ursprünglich vom Friedhof umgeben, wie es damals üblich war und wurde von zwei Kapellen flankiert, von denen eine als Beinhaus (bretonisch ar garnel) diente. Der Glockenturm wurde 1731 fertiggestellt.



Unser Mittagessen gibt’s im Restaurant Le Vioben…. eines der wenigen Restaurants, die heute am Montag geöffnet sind. Spezialität sind hier Meeresfrüchte, auf die wir heute keinen rechten Appetit haben, wir entscheiden uns für ein Fischgericht…. es ist gut, aber es reisst uns nicht vom Hocker …. und recht teuer ist’s auch! 😧
Sehr gut sind hier die Biere der Brasserie des Abers aus Ploudalmézeau. Das Bitter Wakamé ist mit Wakame (Undaria pinnatifida), einer asiatischen Algenart, gebraut…. schmeckt bitter und sehr speziell, aber sehr gut! Das Smoked Amber ist ein intensiv schmeckendes bernsteinfarbenes Bio-Bier.
Das Atelier Ty Room hat leider zu….

…. ich bestelle mir später online diese beiden Blechschilder….
…. ein schönes Andenken an den Aber Wrac’h.


Plage des Anges


An der Balade des Anges

Eine Buschige Kapringelblume (Dimorphotheca sinuata)….

…. und eine Bartnelke (Dianthus barbatus)
Manchmal ist die KI sehr nützlich, sie identifiziert die Pflanzen auf dem Foto!

Wir sind auf dem richtigen Weg!

Morgen geht’s weiter…. es gibt noch soooo viel zu sehen!
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