Donnerstag, 12.6.2025
Nachts und am Morgen sind kräftige Gewitter…. es regnet!
Trotzdem…. es ist der erste Morgen dieser Reise, an dem wir keine Heizung brauchen! Und als wir mit Frühstück und Duschen fertig sind, sieht das Wetter recht passabel aus…. auf in die Stadt!
Douarnenez im Département Finistère hat etwa 15’000 Einwohner. Aufgrund seiner sturmgeschützten Lage diente der Ort bereits den Römern als Hafen vor der schwierigen Passage nach Britannien.
Erst 1505 ist für die Ortschaft mit Douarnenectz ein Name bezeugt, der mit dem heutigen in Verbindung gebracht werden kann. Für die Etymologie gibt es zwei Deutungen. Entweder handelt es sich um eine weiterentwickelte Form von Tutuarn Enez, der bretonischen Form des ersten bezeugten Namens der Douarnenez gegenüberliegenden Île Tristan (Enez Tristan). Dort wurde von dem Mönch Tutuarn ein Priorat gegründet. Oder der Name bezeichnet den Ort als Douar an Enez (dt. das Territorium bei der Insel). Die heutige Namensform Douarnenez begegnet erstmals 1541.
Port de Plaisance, der Yachthafen im Ortsteil Tréboul





Douarnenez liegt an der Baie de Douarnenez. Diese Bucht, die sich zwischen der Halbinsel Crozon im Norden und dem Cap Sizun im Süden befindet, zeichnet ein riesiges halbkreisförmiges Becken von mehr als 16 Kilometern Breite und 20 Kilometern Tiefe.
Die Baie de Douarnenez vom Gipfel des Ménez-Hom aus gesehen…. rechts der Strand von Pentrez-Lestrevet und links der von Sainte-Anne-la-Palud, im Hintergrund die Halbinsel Cap Sizun.

Der Hafen entwickelte sich zunächst entlang der Ufer des Flusses Pouldavid, einer Ria, die heute als Port-Rhu bekannt ist. Später dehnte sich der Hafen mit der Schaffung des Fischereihafens Port du Rosmeur weiter nach Osten aus. Der Port-musée, der Museumshafen, ist dann der vierte Hafen der Stadt.
Auf der Passerelle Jean Marin überqueren wir die Ria und gehen in Richtung Stadtzentrum.

Blick Richtung Port-musée….


…. zum Yachthafen im Ortsteil Tréboul….

…. und zur Baie de Douarnenez

Der Museumshafen
Scarweather Lightship
Der Scarweather wurde 1947 von der Werft Philip & Sons in Dartmouth (UK) im Auftrag der Trinity Corporation gebaut. Er ist 41 m lang, 7.50 m breit und 3.90 m breit und wiegt 534 Tonnen. Der Scarweather gehört zur letzten Serie von Nachkriegsbooten. Er wurde 1989 aus dem Dienst genommen. Sein letzter
Ankerplatz war die Scarweather-Sandbank am Eingang des Bristolkanals in der Swansea Bay (Wales).

Médiathèque municipale Georges-Perros und Port-musée



Chapelle Saint-Michel

Die Église du Sacré-Cœur wurde im neogotischen Stil von Joseph Bigot zwischen 1874 und 1877 erbaut.






An der Kreuzung Rue Jean Bart / Rue Voltaire / Rue Anatole France / Rue Jean Jaurès und Rue Duguay Trouin



Les Halles de Douarnenez (die Markthalle)


Das Café des Halles am Place des Halles

Im Le son des flacons (dt. der Klang der Fläschchen) gibt’s ein spitzenmässiges Mittagsmenü….
…. die Google-Bewertung von 4.9 (!) ist absolut berechtigt!



In der Rue Jean Bart



Blick von der Passerelle Jean Marin zur Ancienne conserverie de sardines (dt. Alte Sardinenkonservenfabrik) auf der l’île Tristan
Die Alte Sardinenkonservenfabrik von Douarnenez bezieht sich meist auf die historische Fabrik von Chancerelle (Marke Connétable), die 1853 gegründet wurde und als älteste noch in Betrieb befindliche Sardinenkonservenfabrik der Welt gilt, obwohl ihre historische Fabrik im Stadtzentrum 2015 geschlossen und die Produktion in das Industriegebiet verlegt wurde. Diese Konservenfabrik ist ein Symbol für die Geschichte der Stadt, die seit der gallorömischen Zeit mit dem Sardinenfang verbunden ist.

Douarnenez war und ist nach wie vor ein wichtiger Standort für den Sardinenfang (ca. 3’500 – 4’000 Tonnen pro Jahr), was der Stadt den Beinamen Sardinopolis eingebracht hat.





Das war’s aus Douarnenez….
…. morgen geht’s weiter zum Pointe du Van, zum Pointe du Raz und weiter nach Audierne.
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