23. Tag: Regen 🌂🌧️☔️ …. Cueva de Altamira und Santillana del Mar

Sonntag, 5.10.2025

Das Wetter ist nicht so toll…. weiter westlich soll es besser sein…. na gut…. mal sehen! 😜

Map data ©2026 Google

Santillana del Mar ist offenbar nicht westlich genug, als wir ankommen, giesst es in Strömen…. der Camping Santillana del Mar ist ungeeignet…. es sind einige Parzellen frei, aber alle schräg und matschig…. das gefällt uns nicht. Wir fahren erst mal zur Cueva de Altamira (dt. Höhle von Altamira), dort ist ein grosser Parkplatz.

Die Originalhöhle ist seit 1979 nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich, da durch die warme Atemluft der Besucher schwere Schäden entstanden. Im Jahre 1998 wurde daher das spanische Geographieinstitut damit beauftragt, den 1’500 m² grossen Eingangsbereich originalgetreu nachzubilden. Die Höhle wurde mit rund 40’000 Vermessungspunkten pro Quadratmeter vermessen und mit Schaumstoffplatten und originalgetreu bemalten Matten nachgebildet.

Wir gehen in’s Museo Nacional y Centro de Investigación de Altamira…. es ist recht voll hier…. ok, es ist Sonntag und es regnet…. in der Höhle wird man immerhin nicht nass! 😜 Ausserdem, das stellen wir erfreut an der Kasse fest, ist heute der Eintritt frei!

Das Museum ist schön gemacht und es ist interessant zu sehen, wie unsere Vorfahren einst gelebt haben.

1985 hat die UNESCO die Höhle von Altamira auf die Welterbe-Liste gesetzt. 2008 hat sie dieses Welterbe um eine Reihe weiterer Höhlen erweitert, in denen sich ebenfalls altsteinzeitliche Malerei findet. Seitdem heisst die Welterbestätte Altamira-Höhle und paläolithische Höhlenkunst von Nordspanien.

In der Höhle…. also…. im Nachbau der Höhle

Beispiele von Höhlenmalereien, die etwa zwischen 35’000 und 13’000 v. Chr. entstanden sind.

Im Museum schliesst sich noch eine Kunstausstellung an

Es hat aufgehört mit regnen…. dann bleiben wir hier und schauen uns das Städtchen an. Wir fahren zum Camperpark Santillana del Mar, ein schön gemachter privater Stellplatz, mit 12 € ein fairer Preis und schöner Aussicht auf den Ort.

Santillana del Mar ist ein Städtchen mit etwa 4’000 Einwohnern, liegt in der Comarca (Verwaltungsbezirk) Costa Occidental sowie im Gerichtsbezirk Torrelavega und in der Autonomen Gemeinschaft Kantabrien. Santillana del Mar gehört zu den Los Pueblos más bonitos de España (dt. die schönsten Dörfer Spaniens) und ist eine Station am Jakobsweg (Camino del Norte).

Das Museo Palacio de Velarde

Colegiata de Santa Juliana de Santillana del Mar (Stiftskirche Santa Juliana)

Blick in einen der zahlreichen kleinen Läden mit allem Touristenkran, der hier angeboten wird.

Es gibt einige Sidrerías hier….

…. der Sidra (Apfelschaumwein) aus Kantabrien wird zwar oft von seinem asturischen Nachbarn in den Schatten gestellt, ist jedoch ein traditionelles und erfrischendes Getränk, das aus natürlichem und frischem Apfelsaft hergestellt wird. Er zeichnet sich durch eine handwerkliche Herstellung ohne Filtrierung oder Pasteurisierung aus, wodurch ein trockener und säuerlicher Apfelwein entsteht, der ideal zu lokalen Meeresfrüchten passt.

Obwohl Asturien die Produktion dominiert, stellt Kantabrien seinen eigenen natürlichen Apfelwein her, mit innovativen Produzenten wie Sidra Somarroza, der eine grosse Auswahl von bis zu 11 Apfelweinsorten anbietet.

In der Calle Cantón

So etwas gibt’s hier auch….

…. das Museo de la tortura (dt. Museum der Folter) in der Calle de Bertrand Clisson

Es ist ein einzigartiges Museum mit einer geschichtlichen Ausstellung zu verschiedenen Foltermethoden und -werkzeugen, hauptsächlich während der Spanischen Inquisition

Das Ayuntamiento de Santillana del Mar an der Plaza Mayor

Das Parador de Santillana Gil Blas…. ein 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️ Hotel an der Plaza Ramón Pelayo

Im Herzen von Santillana del Mar steht ein prächtiges Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert, heute das Parador de Santillana Gil Blas, benannt nach dem berühmten literarischen Schelm, den Alain-René Lesage 1715 erschuf.

Hinter der wunderschönen Steinfassade verbirgt sich ein gemütliches und elegantes Interieur mit Holzböden und komfortablen Zimmern, von denen einige über einen Kamin verfügen…. eine historische und ruhige Atmosphäre.

Der Torre de Don Borja…. ein Kulturzentrum an der Plaza Mayor

Der Torre de Don Borja ist ein Projekt, das in einem Gebäude aus dem 15. Jahrhundert Jesús de Polanco und Francisco (Pancho) Pérez González durch ihre grössten Leidenschaften würdigt: Kunst, Bücher und Kommunikation.

Escultura El Bisonte de Jesús Otero

Posada La Casa del Organista (Gasthaus zum Haus des Organisten)

Posadas gibt’s in Santillana viele….

…. das sind die Gasthäuser, in denen die Pilger des Camino del Norte übernachten können.

Noch eine Posada in der Calle de los Hornos (Strasse der Backöfen)

Dekoration im Garten…. so etwas sieht man hier häufig

Colección de Arte / Palacio Caja Cantabria

Museo Diocesano Regina Coeli

Es wurde 1967 gegründet und war das erste Diözesanmuseum Spaniens, das unter dem Schutz der Vorschriften des Zweiten Vatikanischen Konzils stand und das Ergebnis der Bemühungen und der Initiative des Priesters Antonio Niceas Martínez Gutiérrez war, seinem ersten Direktor bis 1980. Der damalige Bischof, Mons. Vicente Puchol Montis, sah darin die Umsetzung liturgischer Vorschriften, die eine grössere dekorative Strenge in den Kirchen zu empfehlen schienen.

Es enthält mehr als 800 Werke aus einem Grossteil der Pfarreien der Region. Eines der Hauptmerkmale dieses Museums ist der volkstümliche Charakter seiner Werke. Es überwiegen Skulpturen, die zusammen mit der Steinmetzkunst das traditionelle Handwerk par excellence in unserer Region sind.

Neben der Ikonografie und Symbolik der beliebtesten Heiligen der Region können wir auch andere Aspekte der kantabrischen Kunst beobachten, wie beispielsweise die Beziehungen und Einflüsse Flanderns und Indiens sowie der kastilischen Produktionszentren, vor allem Burgos und Valladolid, in der Barockzeit.

Hervorzuheben sind die Sammlungen gotischer Skulpturen, die Gruppen von San Roque und San Sebastián, die spanisch-philippinischen Seiden- und Elfenbeinarbeiten, die Emaillearbeiten und das Silbergeschirr aus allen Epochen, insbesondere aber aus Amerika.

Der Fuente de la cabra (dt. Ziegenbrunnen) befindet sich neben dem Eingang zum Stadtpark Campo de Revolgo. Er zeichnet sich durch einen Spitzbogen, einen Hintergrund aus Sichtziegeln und die Skulptur einer Ziege auf einem Felsen aus. Die ursprüngliche Struktur stammt aus dem Jahr 1934.

Die Calle Cantón ist auch am späten Nachmittag noch gut besucht….

…. und nach unserem Abendessen auch noch.

Ein sehr schönes Städtchen….

…. und schön, dass wir es ohne Regen geniessen konnten….

…. trotzdem…. für heute ist Feierabend! 😜

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