11. Tag: Boyardville, Site Ostréicole Fort Royer, Cabanes de Créateurs et d’Artisans de La Baudissière und Citadelle du Château-d’Oléron

Dienstag, 23.9.2025

Wir bleiben noch zwei Tage auf der Île d’Oléron und verlassen den Camping Le Sous Bois…. erstes Ziel heute ist Boyardville, ein Ort, der zur Gemeinde Saint-Georges-d’Oléron gehört, die insgesamt etwa 4’000 Einwohner hat.

Map data ©2026 Google

Boyardville liegt am linken Ufer des Chenal de La Perrotine, der einst ein Zufahrtsweg zum Salzhafen war. Der Ort lebt hauptsächlich vom Tourismus, rund um die Marina mit 300 Liegeplätzen haben sich zahlreiche Cafés, Restaurants und Läden angesiedelt.

Die Galerie Quai des Arts…. geschlossen!

Das rechte Ufer des Chenal de La Perrotine ist für Freizeitboote reserviert. Das linke Ufer hingegen wird von Handelsschiffen (Trawlern, Austernkähnen) genutzt.

Der Port de Plaisance de Boyardville…. der Yachthafen. Der Tidenhub ist hier recht hoch…. der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser liegt hier i.d.R. bei 4 – 5 Metern.

Auch hier…. die Saison ist vorbei!

Von der Plage de Boyardville hat man Aussicht auf Fort Boyard

Der Ortsname Boyardville rührt von der Sandbank Boyard her, die sich rund 4 km nordöstlich der Mündung des Chenal de la Perrotine im Meer erstreckt und auf der das Fort Boyard erbaut wurde. Die Gründung des Ortes ist unmittelbar mit dem Bau dieses Forts verknüpft.

So sieht es aus der Nähe aus….

Photo by Léo Schmitt, License CC BY-SA 4.0

…. und so aus der Luft…. mit der seitlichen Versorgungsplattform

Photo by Eric Salard, License CC BY-SA 2.0

Mittagessen…. ein einziges von den vielen Restaurants hat offen…. das L’Ostra in der Rue du 158 Ème Ri *…. bei einer Google-Bewertung von 4.9 müssen wir nicht lange überlegen….

…. das Onglet de bœuf, pommes de terre grenailles à la purée d’ail, salade verte, sauce échalote. Auf deutsch heisst das Nierenzapfen…. die KI meint dazu:

Onglet de bœuf (oder Nierenzapfen) ist ein saftiges, geschmacksintensives Steak vom Rind, das aus dem Zwerchfell stammt, eine kräftige Faserung hat und leicht an Leber erinnert, weshalb es bei Kennern beliebt ist, da es nur einmal pro Tier vorhanden ist und richtig zubereitet zart wird, indem es scharf angebraten und dann quer zur Faser aufgeschnitten wird. 

Die KI hat recht…. es schmeckt himmlisch! 😋

* der Strassenname bezieht sich auf das 158e régiment d’infanterie

Das sehenswerteste an Boyardville ist auf dem rechten Ufer des Chenal de La Perrotine zu finden….

…. die Site Ostréicole Fort Royer (dt. Austernzuchtgebiet Fort Royer)

Etwa vierzig bunte Hütten (franz. cabanes) findet man bei den Austernparks und Muschelbänken im Wattenmeer. Das einzigartige Anwesen wurde erbaut inmitten von Klärbecken und Kanälen, die von den Austern- und Muschelzüchtern angelegt wurden.

Schade, dass es heute so trüb ist!

Allerlei Utensilien für die Austernzucht

Sehr schön…. so etwas werden wir auf der Île d’Oléron noch öfter sehen….

…. und zwar schon gleich am nächsten Ziel…. den Cabanes de créateurs et d’artisans de La Baudissière (dt. Hütten von Künstlern und Handwerkern in La Baudissière) an der Route des Huîtres am Chenal de La Baudissière am Ortsrand von Dolus-d’Oléron

Entlang der Route des Huîtres hat die Gemeinde Dolus-d’Oléron mit Hilfe von Freiwilligen eine Reihe von Hütten renovieren lassen, die nun eine farbenfrohe und malerische Anlage am Ufer des Chenal de La Baudissière bilden. So bleibt ein Bild der traditionellen Austernzucht erhalten. Einige Hütten werden von Künstlern genutzt, andere dienen weiterhin der Austernzucht.

Wir sind eine knappe halbe hierher Stunde gefahren….

…. und plötzlich kommt am Himmel etwas blau zwischen den Wolken durch! 👍

Zwischen dem Hafen von Boyardville und Château-d’Oléron führt die Route des Huîtres (dt. Austernstrasse) entlang der Ostküste der Île d’Oléron. Diese Strasse führt zu mehreren Chenaux ostréicoles (dt. Austernkanälen), darunter die Kanäle von La Brande, La Baudissière und Arceau.

Abgesehen von ihrem äusserst typischen Aussehen stehen diese Kanäle in direkter Verbindung mit dem Meer und unterliegen daher dem Einfluss der Gezeiten. Sie haben die doppelte Aufgabe, bei Ebbe das Süsswasser des Regens abzuleiten und bei Flut das notwendige Meerwasser in die Salzwiesen zu leiten, die heute als Bassins d’élevage des huîtres (dt. Austernzuchtbecken) dienen.

Die Giebelspitze (franz. finial) an einer der bunt gestrichenen Fischer- und Austernzüchterhütten

Cabane N°12…. Lézards au bord de l’Ø…. Eidechsen am Wasserrand….

…. ein Verein von Künstlern und Kunsthandwerkern aus der Charente-Maritime

Dieses mit Acryl gemalte Bild haben wir dort gekauft und das hängt jetzt in unserem Wohnzimmer!

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Unser Bild ist nicht signiert und stammt von einem unbekannten Künstler oder Künstlerin. Es ist im Stil der bekannten Malerin Anne du Planty gemalt, siehe Bild rechts…. und es hat auch nur einen Bruchteil gekostet.

Uns gefällt das Bild…. es ist uns völlig egal, wer es gemalt hat!

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Pirouette & Cacahuète…. alles rund um die Erdnüsse

Es sieht nicht so aus, dass verrosteten diese Teile noch für die Austernzucht benötigt werden…. eher könnten sie einem hier ansässigen Künstler als Basis für stählerne Kunstwerke dienen.

Wir fahren weiter auf der Route des Huîtres nach Le Château-d’Oléron….

…. obwohl wir nur eine halbe Stunde unterwegs sind, verschlechtert sich das Wetter wieder. Deshalb belassen wir es heute bei einem Besuch der Citadelle du Château-d’Oléron.

Das Gelände der Zitadelle ist recht weitläufig, wie auf dem Luftbild der von Sébastien Le Prestre de Vauban entworfenen Befestigungsanlagen und Zitadelle zu sehen ist.

Photo by Archeo-glen, License CC BY-SA 4.0

Zunächst kommen wir an mehr oder weniger verfallenen Mauern vorbei….

Blick zum Phare du Château-d’Oléron

La Porte royale…. das königliche Tor

Die Befestigungen werden massiver!

Räumlichkeiten der Zitadelle werden häufig von Künstlern genutzt…. wie hier bei einem Bildhauer

Die Bastion royal

Das Arsenal ist das einzige Gebäude auf dem Areal….

…. darin sind der Salle de spectacle de l’Arsenal (dt. Theatersaal) und Räume für Kunstausstellungen

Photo by François de Dijon, License CC BY-SA 4.0

Durch die Porte royale geht’s wieder nach draussen…. wir beeilen uns, es fängt an zu regnen!

Letztes Ziel für heute ist Saint-Trojan-les-Bains und dort der Camping Huttopia Oléron les Pins….

…. wir checken für zwei Nächte ein.

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