33. Tag: León und der Cocido Leonés

Mittwoch, 15.10.2025

Wir fahren Richtung León…. zwischen Lugo und Ponferrada verlassen wir die Comunidade Autónoma de Galicia oder spanisch die Comunidad Autónoma de Galicia oder deutsch die Autonome Gemeinschaft Galicien und befinden uns jetzt in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien und León oder spanisch Comunidad autónoma Castilla y León. Mit 94’223 km² ist Kastilien und León die flächenmässig grösste Autonome Gemeinschaft, mit etwa 2.4 Mio. Einwohnern liegt sie eher im Mittelfeld.

León (leonesisch Llión) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz León und war die Hauptstadt des Königreiches León, eines wichtigen Vorläufers des spanischen Staates.

Map data ©2026 Google

Wie beim letzten Mal fahren wir auf das Parking La Granja, von dort aus ist es etwa 1 km zu Fuss in’s Zentrum oder zur Kathedrale. Es ist jetzt 13.30 Uhr…. wir müssen schauen, dass wir irgendwo noch ein Mittagessen bekommen…. in den Restaurants schliesst die Küche häufig um 14.00 Uhr.

In der Calle Miguel Zaera…. die Vorstädte sind meistens nicht so toll…. wie fast überall.

In der Calle de San Pedro ist die Kathedrale schon zu sehen….

…. die Catedral de Santa María de Regla an der Plaza de Regla

…. der erste Blick muss reichen, denn wir biegen über die Plaza de Puerta Obispo in die Calle Serradores ein…. im Restaurante La Casa del Cocido ist die Küche offen und wir können draussen schön im Schatten sitzen. Wir entscheiden uns für die lokale Spezialität Cocido Leonés (Leonesischer Eintopf) auf der linken Tafel.

Dieses Gericht wird traditionell in drei Gänge unterteilt:

Es beginnt mit der Suppe…. zubereitet aus der Brühe, die beim Kochen aller unten genannten Zutaten entsteht, und dünnen Nudeln.

Danach kommen die Hülsenfrüchte und das Gemüse: es werden Kichererbsen (idealerweise die Sorte Pico Pardal) verwendet, begleitet von Kohl, Kartoffeln und manchmal Karotten. Das Gemüse wird üblicherweise mit Knoblauch und Paprika angebraten.

Das Fleisch (Compango): da gibt’s eine grosse Auswahl an Fleischsorten wie es auf der Tafel steht:
Schweineohren (oreja), Ochsenschwanz (rabo), Zunge (lengua), Kalbs- oder Rinderhaxe (morcillo), Rippchen (costilla), Paprikawurst (chorizo), Speck (panceta), Speckschwarte (tocino), Blutwurst (morcilla) und Pastetenfüllung (relleno), eine charakteristische Füllung aus einer gebratenen Mischung aus Ei, Brot, Knoblauch und Petersilie.

Schon bei den Kichererbsen meinen wir…. das könnte doch für vier Personen reichen…. und als das Fleisch kommt, ist das endgültig klar…. das schaffen wir unmöglich! 😜

Die Blutwurst (morcilla) ist das Schälchen rechts oben…. mit frischem Brot…. ein Genuss!

Etwas Gutes hat die Menge an Fleisch…. nicht jede/r mag alles gleich gern…. da sind auch Dinge dabei, die man nicht unbedingt so mag…. probiert haben wir alles, aber gegessen nicht…. wie schon gesagt, davon wären vier Leute satt geworden! 😜

Sehr fein, der Leonesische Eintopf…. eine richtige Hausmannskost!

Und dann gibt’s noch die Tradition des Orden inverso, der umgekehrten Reihenfolge:
Der Cocido maragato, ein typisches Gericht aus der Region Astorga und Castrillo de los Polvazares wird aus historischen Gründen in umgekehrter Reihenfolge gegessen: die Maragatos (Kaufleute und Fuhrleute) wollten sicherstellen, dass sie ausreichend Proteine (Fleisch) zu sich nahmen, falls sie ihre Mahlzeit unterbrechen mussten, um zu arbeiten oder sich zu verteidigen, und liessen die Suppe, die länger warm bleibt, für den Schluss übrig.

Frisch gestärkt geht’s weiter in León….

…. die Kathedrale ist ein Meisterwerk der Gotik!

Neben der Kathedrale auf der Plaza de Regla steht die Bronzeskulptur Padre e Hijo (Vater und Sohn), 1997 vom Bildhauer Jesús Trapote Medina geschaffen.

Street Art in der Calle Paloma

Das Museo Diocesano y de Semana Santa (Diözesan- und Karwochenmuseum)

Die Plaza Mayor

Antigua Casa Consistorial de León (Altes Rathaus)…. ich kann diese Richtung grad nicht fotografieren, es ist unangenehmes Gegenlicht.

Photo by Fernando, License CC BY-SA 4.0
Photo by FirkinCat, License CC BY-SA 3.0 ES

Schwierige Lichtverhältnisse! 😬 🙁

Das sieht sehr nach einem geschäftlichen Anlass aus!

Calle de las Cercas…. entlang der Muralla antigua de León (Alte Stadtmauer)

Ein Garagentor…. schön gemacht! 👍

Schon beim letzten Mal in León waren wir hier….

…. auch dieses Mal werden wir beim El Corte Inglés in der Calle Fray Luis de León fündig! 😜

Das Rectorado de la Universidad de León An der Avenida Facultad de Veterinaria

Gegenüber…. ein typischer Wohnblock…. unten sind meist Büros und Geschäfte.

Plaza Guzman el Bueno

Das Monumento a Guzmán el Bueno (der Gute), eigentlich hiess er Alonso Pérez de Guzmán, im Jahr 1256 in León geboren, war ein leonesischer Militär und Adliger, Gründer des Hauses Medina Sidonia, ein spanische Adelshaus, dessen Name aus dem Herzogtum Medina Sidonia stammt, einem erblichen Adelstitel, den Juan II de Castilla an Juan Alonso Pérez de GuzmánIII. Graf von Niebla, am 17. Februar 1445 als Preis für seine Dienste an der Krone verlieh. Das Herzogtum Medina Sidonia ist das älteste erbliche Herzogtum des Königreichs Spanien.

Die Avenida Ordoño II

Das Ayuntamiento de León in der Avenida Ordoño II, benannt nach Ordoño II. (* ca. 871, † Juni 924) er war König von León (914 bis 924) und, als Ordoño I., König von Galicien (910 bis 924)

Die Casa Lubén ist ein markantes Bauwerk in León, das zwischen 1918 und 1920 im Auftrag von Cipriano García Lubén errichtet wurde. Entworfen wurde das Gebäude von Manuel de Cárdenas, einem der bedeutendsten Architekten Leóns jener Zeit. Das Bauwerk ist im eklektizistischen Stil gehalten und zeigt deutliche Einflüsse der Pariser Architektur des frühen 20. Jahrhunderts. Besonders charakteristisch sind die Mansardendächer und die markante Kuppel an der Ecke zur Avenida Ordoño II. Ursprünglich als repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus konzipiert, beherbergt es heute unter anderem die Suites Casa Lubén.

Aula didáctica sobre los Reyes de León (Informationstafeln über die Könige von León)

Hier sind sie alle abgebildet…. Monarcas leoneses

Escultura Coche de carreras No 19 (Rennwagen Nr. 19)

Rostfreier Stahl und Corten, Arbeit von Carlos Cuenllas aus dem Jahr 2015

Plaza de Santo Domingo

Die Casa Botines an der Plaza de San Marcelo ist heute ein Museum, das als Wohn- und Geschäftshaus 1891 von dem Architekten Antoni Gaudí entworfen und 1892 gebaut wurde.

Heiliger Georg und Drache an der Hauptfassade

Im rechten Winkel neben der Casa Botines steht der Palacio de los Guzmanes, heute Sitz der Diputación Provincial de León (Provinzregierung von León)

In der Calle Ancha, der Verbindung zwischen der Plaza de San Marcelo und der Plaza de Regla

Der Palacio Episcopal de León (Bischofspalast von León) an der Plaza de Regla….

…. das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil entworfen. 

Das Antiguo Edificio de Correos (Altes Postgebäude), ebenfalls an der Plaza de Regla….

…. heute sind hier einige Abteilungen der Diputación Provincial de León sesshaft.

Nochmal die Kathedrale von León

Blick von der Plaza de Regla in die Calle Ancha

Restaurante Burguer Basel in der Avenida de Jose Maria Fernandez….

…. Google-Bewertung 4.6…. da gibt’s offenbar sehr gute Burger!

Abendstimmung in León

Zurück am Stellplatz….

…. morgen geht’s weiter nach Burgos.

Unsere heutige Stadt- und Shoppingrunde in León…. etwa 8 km!

Maplibre | © komoot | Map data © OpenStreetMap-Mitwirkende

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