Mittwoch, 5.8.2026
Diese Reise war ursprünglich genau anders herum geplant…. über Nürnberg und Dresden wollten wir nach Polen…. nach Wrocław (Breslau) und Kraków (Krakau) und dann Richtung Norden nach Gdańsk (Danzig) sollte die Route führen. Die sommerliche Hitzewelle mit Temperaturen deutlich über 30° im Binnenland veranlasst uns, die Route kurzfristig umzudrehen…. wir wollen so schnell wie möglich an die Nordseeküste…. nach Cuxhaven!
Morgens geht’s los…. ohne festes Ziel…. wir wollen fahren, solange wir Lust haben. Bei der Hitze ist es im klimatisierten Fahrzeug während der Fahrt am angenehmsten! Immerhin haben wir Lust, bis Hann. Münden (Abkürzung von Hannoversch Münden) zu fahren, dort haben wir schon mal übernachtet, die Stadt hat eine schöne und sehenswerte Altstadt, für uns ein ideales Zwischenziel.

In Hann. Münden fahren wir zum Wohnmobilstellplatz am Hochbad, ein kostenloser, stadtnaher und ruhiger Platz mit viel Schatten! Trotzdem ist es noch ziemlich heiss, als wir gegen Abend Richtung Altstadt laufen.
Die Fulda, die sich hinter Hann. Münden am Weserstein mit der Werra zur Weser vereinigt.

Wunderschöne Fachwerkhäuser!

Die evangelisch-lutherische St.-Blasius-Kirche

Die Lange Strasse


Schaufensterdeko

Der historische Marktplatz…. beim Ratsbrauhaus sitzen wir im Schatten und geniessen frisches Bier und ein leckeres Abendessen.


Das historische Rathaus von Hann. Münden zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Weserrenaissance.


Immer noch die Lange Strasse


Blick von der Alten Werrabrücke auf den Wanfrieder Schlagd…. so heisst die Strasse

Statue von Johann Andreas Eisenbarth, meist genannt Doktor Eisenbarth oder Doktor Eysenbarth, 1663 in Oberviechtach in der Oberpfalz geboren, 1727 in Hann. Münden gestorben…. er trug nie einen Doktortitel, er war ein Handwerkschirurg und war als fahrender Wundarzt tätig. Seine Operationstechniken wurden noch 25 Jahre nach seinem Tod von dem Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie in Deutschland, Lorenz Heister, als mustergültig gewürdigt.
Ein Bier aus dem Ratsbrauhaus ist nach ihm benannt, ebenso das Fachwerk-Hotel Eisenbart in der Lange Strasse…. und die Dr.-Eisenbart-Strasse gibt’s in der Stadt auch.

Die Werra

Das haben wir erst später erfahren…. der Weserstein von 1899 wäre gar nicht weit weg gewesen!







Zum Dessert gibt’s noch ein Eis 🍧


Die Rotunde wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet und ist der einzige verbliebene Teil des Oberen Stadttores, an das sich der mittelalterliche Befestigungsring der Stadt anschloss. Im Jahre 1776 wurde das Stadttor aufgrund des Ausbaus der heutigen Kasseler Strasse abgerissen. Die Rotunde blieb erhalten und wurde im 19. Jahrhundert u.a. als Lagerraum einer Brauerei genutzt. Heute dient die Rotunde als Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges und die Opfer der Gewalt von 1933 bis 1945.

Der Fährenpfortenturm, auch Hagelturm genannt, gehörte früher ebenfalls zur Stadtbefestigung.

Ein schönes Städtchen, es gäbe noch viel zu sehen…. aber wir sind müde! 🥱 😴 💤
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