Sonntag, 31.5.2026
Der Tag beginnt auf dem Tipihof mit einem gemeinsamen Frühstück unter freiem Himmel…. wir hatten dieses Mal viel Glück mit dem Wetter…. bis alles verstaut ist, bis die letzten Gespräche und die herzlichen Verabschiedungen vorbei sind…. es ist fast Mittag, bevor wir den Tipihof verlassen. Das nächste Mal sind wir mit der Organisation wieder dran…. wir treffen uns, wie schon 2024 wieder auf dem Kläsihof. Der Platz ist gebucht und das Käsefondue für Samstagabend ist bestellt…. davon schwärmen noch alle, die 2024 dabei waren.

Wir fahren zunächst über Tuttlingen nach Rottweil. Warum ich unbedingt nach Rottweil will…. dort steht seit 2017 der TK Elevator Testturm, ein 246 m hoher Aufzugstestturm für Express- und Hochgeschwindigkeitsaufzüge.
Rottweil ist die älteste Stadt Baden-Württembergs und ist die Kreisstadt und grösste Stadt des Landkreises Rottweil, sowie ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Die Stadt hat etwa 25’000 Einwohner.

Der Turm bietet einige Superlative:
– höchstes Bauwerk mit Textilfassade
– erstes Bauwerk, das aktiv in Schwingungen versetzt werden kann
– höchste Aussichtsplattform Deutschlands
| Baustil: | Moderne |
| Baujahr: | 2014–2017 |
| Architekten: | Helmut Jahn und Werner Sobek |
| Höhe: | 246 Meter |


Schnittzeichnung des TK Elevator Testturm Rottweil, gezeigt werden die Bestandteile des Turms sowie die unterschiedlichen Betonklassen, aus denen der Turm besteht. Die gewählte Ansicht zeigt den Turm von Osten.
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Plan by Alabasterstein
License CC BY 4.0

Grundriss durch den Turm mit Membranstruktur und Verankerungspunkten
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Plan by Alabasterstein
License CC BY 4.0

Beim Turm sind zwei grosse kostenpflichtige Parkplätze…. viel ist heute nicht los!
Und ganz wichtig: der Turm ist nur Freitag, Samstag und Sonntag, sowie an allen Feiertagen von 10-18 Uhr geöffnet!




Der Eingang

Aufzugschacht für die Test-Aufzüge, im 28. Stockwerk auf 228 Meter Höhe

Der Panoramaaufzug, ein klassischer, aber schneller Seilaufzug, fährt acht Meter pro Sekunde, die Besucher sind in ca. 30 Sekunden auf der Aussichtsplattform.
Innerer Bereich der Aussichtsplattform


Die Aussicht auf Rottweil und Umgebung
In der Mitte des Bildes sieht man die Neckarline, eine 606 m lange Fussgängerhängebrücke zwischen der historischen Rottweiler Innenstadt und dem Berner Feld, auf dem sich der TK Elevator Testturm befindet. Die Brücke wurde erst am 23.4.2026 eröffnet.

Die Altstadt von Rottweil…. obwohl die Scheiben sehr sauber sind, gibt’s leider Spiegelungen auf dem Glas

Der riesige Neubau der JVA Rottweil

Wenn man 1 x herum gelaufen ist, dann hat man alles gesehen…. die Fahrt nach unten hinterlässt ein etwas mulmiges Gefühl in der Magengegend und die etwa 30 sek. Fahrt kommen mir fast wie eine Ewigkeit vor.
Die Hängebrücke Neckarline erspare ich mir nach der Aufzugsfahrt…. es ist sehr windig heute…. die Brücke wird heftig schwanken!



Wir hätten gern in Rottweil übernachtet und uns die Altstadt etwas angeschaut, aber neben dem Wohnmobilstellplatz am Stadion findet das Rottweiler Volksfest statt und das geht bis 24 Uhr…. nein, heute nicht…. wir fahren weiter nach Freudenstadt!

Der neue Wohnmobilstellplatz Freudenstadt kostet 14 € + 3.50 € Kurtaxe pro Person, macht zusammen 21 €…. das ist schon fast unverschämt für einen Stellplatz. Der alte Stellplatz Parking Wassererlebniswelt Panorama-Bad war beim letzten Besuch vor 3 Jahren noch kostenlos!
Freudenstadt ist eine Mittelstadt sowie Grosse Kreisstadt mit etwa 25’000 Einwohnern…. also gleich gross wie Rottweil.

Ein längerer Regenschauer nach einigen sonnigen und fast sommerlichen Tagen lässt uns noch etwa eine Stunde in unserem Camper auf einen Spaziergang in die Innenstadt warten. Wir laufen Richtung Marktplatz, um im Ristorante Prima Fila etwas zu essen. Da waren wir vor drei Jahren schon einmal…. der Seppia alla griglia (gegrillter Tintenfisch mit Knoblauch mit Gemüse) schmeckt wie damals vorzüglich!

Der Marktplatz in Freudenstadt ist der grösste umbaute Marktplatz in Deutschland und misst 219 x 216 Meter. Erbaut wurde er 1599 nach den Bauplänen von Baumeister Heinrich Schickhardt in Form eines Mühlebretts. Heute ist der Marktplatz untergliedert in den Oberen Marktplatz, den Unteren Marktplatz und den Postplatz. Charakteristisch sind die umlaufenden Laubengänge oder Arkaden genannt.


Die evangelische Stadtkirche Freudenstadt, eine der seltenen Winkelkirchen, ihr Grundriss ist L-förmig.






Das Rathaus

Der historische Rathausbrunnen
In der Mitte zeigt eine hohe Säule das Standbild des württembergischen Herzogs Carl Eugen mit Fürstenhut, Haarzopf und Füllhorn, aus dem er mildtätige Gulden regnen lässt. Das Original, geschaffen vom Steinmetz Christian Wälde, wurde 1975 restauriert.


Der nächste Regenguss kündigt sich an und wir schauen, dass wir noch trocken zum Auto kommen…. was uns auch gerade noch gelingt. Morgen geht’s weiter nach Freiburg im Breisgau.
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