34. Tag: València…. Tag 7…. Jardí Botànic, Torres de Quart und Torres dels Serrans

Samstag, 4.4.2026

València…. Tag 7

Wir wollen heute in den Jardí Botànic de la Universitat de València (span. Jardín Botánico, dt. Botanischer Garten) im Distrito Extramurs mit den Quartieren (val. barri, span. barrio) El Botànic (span. El Botánico), La Roqueta, La Petxina und Arrancapins.

An der Haltestelle Carretera Aldaia / Pinturas Isaval (par) an der Carretera Aldaia-Xirivella vor dem Tienda de Pinturas Isaval (Farbengeschäft) fährt die Buslinie 160 (A oder B). Diese startet am Centro Comercial Bonaire und wir müssen an der Haltestelle Ferran el Catòlic (parell) / Jardí Botànic aussteigen…. fast direkt vor den Botanischen Garten. Der Bus fährt etwa alle 15 Minuten, auch an Sonn- und Feiertagen, im Winter jedoch nur alle 30 Minuten.

Der Botanische Garten befindet sich im Carrer de Quart, nur wenige 100 Meter entfernt von den Torres de Quart.

Schräg gegenüber an der Plaça de Sant Sebastià befindet sich die Església de Sant Miquel i Sant Sebastià (span. Iglesia de San Miguel y San Sebastián)…. sie ist das letzte Überbleibsel des alten Klosters von San Sebastián, errichtet 1533 auf dem Gelände des Orden de San Jerónimo (dt. Hieronymiten) des Monasterio de La Murta, ausserhalb der Stadtmauern von València. Hinein können wir nicht, es ist gleich Messe.

Der Eingang zum Botanischen Garten…. das kreisförmige Gebäude wurde speziell um einen dort bereits wachsenden Zürgelbaum (Celtis australis) herum konstruiert, um diesen zu schützen.

Hier handelt es sich um die Russelia equisetiformis, im Deutschen auch als Russelie oder Springbrunnenpflanze bekannt. Die Pflanze zeichnet sich durch scharlachrote, röhrenförmige Blüten und feines, binsenartiges Laub aus.

Das Umbráculo (Schattenhaus) von aussen….

Die markante Eisenstruktur stammt aus dem Jahr 1900.

…. und von innen

Eine Klivie (Clivia miniata), auch bekannt als Riemenblatt. Sie stammt ursprünglich aus Südafrika und ist als pflegeleichte Zimmerpflanze beliebt. Die Pflanze zeichnet sich durch trichterförmige Blüten in leuchtenden Orange- oder Rottönen aus, die in Dolden wachsen.

Ein Gewöhnlicher Judasbaum (Cercis siliquastrum), der für seine leuchtend rosa Blüten bekannt ist. Diese Blüten erscheinen typischerweise im Frühling direkt am alten Holz, bevor sich die herzförmigen Blätter entwickeln.

Ein Madeira-Natternkopf (Echium candicans), auch bekannt als Stolz von Madeira. Die Pflanze ist ein immergrüner Halbstrauch.

Ein Mexikanischer Orgelpfeifenkaktus (Stenocereus griseus), der für seine säulenförmige Wuchsform bekannt ist.

Im Vordergrund der Teddy-Bär-Cholla (Cylindropuntia bigelovii), erkennbar an seiner dichten, silbrig-weissen Dornenstruktur. Im Hintergrund sind Feigenkakteen (Opuntia-Gattung) zu sehen, die flache, paddelförmige Triebe und kleine violette Früchte aufweisen.

Ein Mönchssittich (Myiopsitta monachus), auch bekannt als Quaker-Papagei. Diese Vögel sind für ihre sozialen Nester bekannt, die sie aus Zweigen bauen. Ursprünglich aus Südamerika stammend, haben sie sich als invasive Art erfolgreich in Europa angesiedelt.

Eine Amerikanische Agave (Agave americana), auch bekannt als Hundertjährige Agave. Sie ist aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Ein Chañar-Baum (Geoffroea decorticans), der für seine leuchtend gelben Blüten bekannt ist….

…. im Vordergrund stehen Säulenkakteen und Agaven.

Nochmal der Gewöhnliche Judasbaum (Cercis siliquastrum)

Kunst im Jardí Botànic im im Ausstellungsraum Estufa Freda die Ausstellung Dimoni Blanc des valencianischen Künstlers Ángel Peris Cuesta, kuratiert von Jaione Ortiz de Zárate. Dimoni Blanc ist valencianisch und bedeutet Weisser Dämon.

Das Projekt lädt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk eines Künstlers ein, der zwischen Spanien und China lebt, wobei der Titel auf eine Formlose Figur verweist, die sich durch ihre Fähigkeit zur Verwandlung und Anpassung auszeichnet. So fügt sich die Installation in die Umgebung des Gartens nicht als Bruch, sondern als organische und fliessende Kontinuität ein.

Das Weiss fungiert in Peris’ Werk als strategischer Raum, nicht als Leere, sondern als neutrale Fläche, die als Maske und Ort des Übergangs dient. In diesem Ansatz befindet sich das Anderssein nicht ausserhalb des Systems, sondern in dessen Innerem. Dabei wird untersucht, wie das Vertraute fremd werden kann und wie die Kraft der Kunst in ihrer Fähigkeit liegt, unbemerkt zu bleiben und sich anzupassen.

Sehr schön, der Botanische Garten!

Wir gehen weiter in Richtung Torres de Quart….

…. wir sehen sie schon!

Die Torres de Quart ist eines der beiden befestigten Tore der mittelalterlichen Mauer von Valencia. Der Komplex besteht aus zwei halbzylindrischen Türmen, die durch einen zentralen Baukörper verbunden sind, in dem sich das eigentliche Tor in Form eines Rundbogens befindet. Die Türme stehen an der Kreuzung des Carrer de Guillem de Castro mit dem Carrer de Quart.

Die Rückseite…. alles ist hohl! 😜

Dieses farbenfrohe Wandbild zeigt cartoonartige Früchte und Figuren und wurde vom Künstler Koctel im Jahr 2024 erstellt

Carrer de Quart

Plaça de l’Espart

Dieses Wandbild aus dem Jahr 2010 ist als Stop Victim War’s Wall bekannt und stammt von dem Künstler FASIM

Wir sind im Barri El Carme (span. El Carmen), eines der sechs Viertel des Bezirks Ciutat Vella (span. Ciudad Vieja). Diese sechs Viertel bilden das historische Zentrum der Stadt València.

Die Plaça de Tavernes de la Valldigna ist ein historischer Platz im El Carme nahe dem Mercat Mossén Sorell und dem künftigen Centre del Cómic Micharmut

Dieses Wandbild heisst Som Capital, wurde von Virginia Lorente entworfen und von Martín Forés ausgeführt. Es wurde 2022 erstellt, um València als Europäische Hauptstadt des intelligenten Tourismus zu würdigen.

Der Mercat Mossén Sorell an der Plaça de Mossén Sorell….

…. ähnlich wie der Mercat de Colom, aber deutlich exklusiver!

Carrer de Dalt

Dieses Graffiti auf einem Rolltor im El Carme, genauer gesagt im Carrer del Museu, drückt die starke Frustration und den Unmut der Einwohner über den Massentourismus aus.

Die verwendeten Formulierungen wie TOURIST GO HOME kritisieren die negativen Auswirkungen des Massentourismus auf die Lebensqualität der Einheimischen. Dazu kommt die finanzielle Mehrbelastung durch steigende Mieten. Die Empfehlung, BALCONING zu praktizieren, bezieht sich direkt auf soziale Spannungen in beliebten Reisezielen wie Barcelona, València oder Mallorca. Der Hintergedanke ist offenbar, dass die Touristen beim Balconing abstürzen und sich verletzen oder gar um’s Leben kommen. Das ist schon ein sehr grenzwertiger Wunsch!

Die Aussage THIS IS CLASS WAR ordnet das Problem als einen sozialen Konflikt ein, der über blosse Tourismuskritik hinausgeht.

Wenn man mit offenen Augen durch die Strassen und Gassen geht, dann sieht man förmlich die Probleme…. an vielen Häusern hängen diese Schlüsselkästen, an manchen Häusern gleich mehrere…. das sind alles Schlüssel für Wohnungen, die über Airbnb und vergleichbare Portale vermietet werden. Die Folgen für die Einheimischen: die Wohnungen stehen für die Vermietung an Einheimische nicht mehr zur Verfügung, sondern nur noch für Touristen. Die Gründe sind klar, es gibt deutlich mehr Geld für die Vermieter!

Wenn man mit offenen Augen durch die Strassen und Gassen geht, dann sieht man förmlich die Probleme…. an vielen Häusern hängen diese Schlüsselkästen, an manchen Häusern gleich mehrere…. das sind alles Schlüssel für Wohnungen, die über Airbnb und vergleichbare Portale vermietet werden. Die Folgen für die Einheimischen: die Wohnungen stehen für die Vermietung an Einheimische nicht mehr zur Verfügung, sondern nur noch für Touristen. Die Gründe sind klar, es gibt deutlich mehr Geld für die Vermieter!

Selten sind die Graffiti so kreativ wie dieses hier aus Barcelona….

…. meist ist die Aufforderung TOURIST GO HOME nur einfach an die Fassade gesprayt.

Photo by Mattsjc, License CC BY-SA 4.0

Auch die Demonstrationen häufen sich…. Barcelona (Foto unten), València oder kürzlich in Palma de Mallorca zogen laut Polizeiangaben rund 25’000 Menschen (Veranstalter sprachen von bis zu 70’000) unter dem Motto Mallorca am Limit durch die Strassen.

Uns macht das betroffen, obwohl wir als Camper nichts dafür können, dass Einwohner für Touristen aus ihren Wohnungen vertrieben werden. Teil des Tourismus sind wir natürlich auch und tragen dazu bei, dass die Strassen und Gassen in den Altstädten oft überfüllt sind. Andererseits lassen wir auch Geld in der Stadt…. wir gehen in Restaurants essen, kaufen in lokalen Läden ein…. das trägt alles zur Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Ob das natürlich Arbeitsplätze von Einheimischen oder Billig-Jobs für (neue) Zuwanderer sind…. das wissen wir nicht und können es auch nicht beurteilen.

Carrer dels Cavallers (span. Calle Caballeros oder Calle de los Caballeros)….

…. die Fassade der Bar Los Picapiedra (die Feuersteins)

Eine kleine Erfrischung ist fällig im Café Sant Jaume….

…. Aigua de València (span. Agua de Valencia, dt. Wasser von Valencia) ist ein spanischer Cocktail, der CavaOrangensaftWodka und Gin enthält…. ein bisschen süss, aber erfrischt auch!

Carrer dels Serrans (span. Calle Serranos)…. auf dem Weg zu den gleichnamigen Torres (Türmen)

Eine Baustelle, bei der die Fassade des alten Gebäudes durch eine Stahlkonstruktion abgestützt wird. Die Bauarbeiten werden von der Firma Eliseo Pla Ramírez S.L. (CEP) durchgeführt, die auf Sanierung und Neubau spezialisiert ist. Diese Art der Sicherung ist notwendig, um die historische Fassade zu erhalten, während das Innere des Gebäudes entkernt oder neu gebaut wird…. in diesem Fall werden hier neue Wohnungen gebaut.

Die Torres dels Serrans oder Porta dels Serrans (span. Torres de Serranos oder Puerta de Serranos)

Die Rückseite der beiden Türme….

…. die Frontseite ist mir fotografisch noch nie richtig gelungen…. so wie heute bei starkem Gegenlicht….

…. flaue Farben…. unbrauchbar…. daher ein Foto aus der Wikipedia!

Aber auch in der Wikipedia ist das Angebot an brauchbaren Fotos von der Nordseite der Türme sehr beschränkt…. die meisten dort hinterlegten Fotos sind flau oder unscharf oder beides!

Photo by Diego Delso, License CC BY-SA 4.0

Deko für die Semana Santa im Carrer de Joan Plaça

Dieses Wandbild mit dem Titel Reloading wurde von den spanischen Künstlern Deih, Jeza und Nebbia geschaffen.

Jardins de les Alberedetes de Serrans (span. Alameditas de Serranos) am Carrer de la Blanqueria

Die Bronzeskulptur Niña de las Coletas (Mädchen mit den Zöpfen) von José Esteve Edo

Das Monument de València a Frederic Mistral ist ein Denkmal für den okzitanischen Dichter und Literaturnobelpreisträger Frederic Mistral. Es wurde 1933 geschaffen und stammt vom Bildhauer Lluís Bolinches. Es wurde zuerst auf der Plaça del Comte de Carlet aufgestellt. 1957 wurde es entfernt und 1963 an ihrem heutigen Standort, in den als Alberedetes de Serrans bekannten Gärten, wieder aufgestellt.

Blick zur Parròquia del Salvador i de Santa Mònica (rechts im Bild)…. daneben Art Lofts, ein Apartmenthaus

Das Denkmal zeigt eine Büste des spanischen Schriftstellers Azorín, ein Pseudonym von José Martínez Ruiz. Die Skulptur wurde von Victorino Gómez López geschaffen und im Jahr 1969 eingeweiht.

Carrer d’en Roda

Dieses Wandbild zeigt eine Karussellszene mit berittenen Polizisten. Es handelt sich um ein Werk des Künstlers J. Warx.
Das Kunstwerk thematisiert Polizeipräsenz im städtischen Raum.

Baustelle am Carrer de la Creu Ecke Carrer de Palomino

Der Carrer de Palomino ist eine Fundgrube für Graffiti-Fotos

Links unten ist ein Text auf spanisch zu finden, der übersetzt Pass auf, wen du in deinem Herzen wohnen lässt bedeutet.

SpiderManWandbild (unbekannter Künstler)

Baustelle an der Plaça de l’Àngel

Carrer del Portal de Valldigna

Wunderschön….

…. die Plaça del Negret mit der Fuente del Negrito…. dem ersten öffentlichen Trinkbrunnen der Stadt aus dem Jahr 1850

Café Negrito

Carrer de Calatrava

Dieses Wandgemälde zeigt Blanquita, eine bekannte Persönlichkeit aus València, und wurde von der Künstlerin La Nena Wapa entworfen.

El laboratorio del Carmen aus dem Jahr 2016

Das Kunstwerk wurde von dem Künstler Xolaka für das Dracoo Master Projekt erstellt.

Dies ist ein bekanntes Mural (Wandmalerei) im Carrer de la Corretgeria, das die lokale Künstlerin Rosita Amores zeigt, wie sie in einer Paellera (Paellapfanne) aufsteigt. Das Bild ist von Julia + Erik Weiser.

Carrer dels Abaixadors

Plaça del Doctor Collado

Originelle Werbung einer Apotheke….

…. wieder vom Künstler Xolaka

Es gibt Plätze, da kommt man immer wieder vorbei…. Plaça de l’Ajuntament (span. Plaza del Ayuntamiento)

Plaça del Dr. Collado…. Godzilla im Kampf gegen MF DOOM.

So sieht das vollständige Bild aus:

Ein hübsches kleines Plätzchen…. die Plaça dels Pedrapiquers de la Llotja an der Kreuzung einiger kleiner Strassen…. Carrer de l’Estamenyeria Vella / Carrer de la Sénia / Carrer de l’Om / Carrer de Generoso Hernández / Carrer d’En Pina / Carrer dels Abaixadors

Die Basílica del Sagrat Cor de Jesús (span. Basílica del Sagrado Corazón de Jesús, dt. Herz-Jesu-Basilika) an der Plaça de la Companyia (span. Plaza de la Compañía)

Die Parróquia de la Santissima Creu (span. Iglesia de la Santísima Cruz, dt. Kirche des Heiligen Kreuzes) an der Plaça del Carme (span. Plaza del Carmen)

So…. Schluss für heute…. wir gehen jetzt noch in’s ORIO València am Carrer de Sant Vicent Màrtir….

…. da gibt’s leckere baskische Pintxos….. hmmmm!

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