Dienstag, 30.9.2025
Heute geht’s nochmal nach Donostia-San Sebastián…. die Haltestelle für ankommende Busse ist in der fast unaussprechlichen Askatasunaren Hiribidea…. spanisch Avenida de la Libertad ist natürlich einfacher!


Nochmal das Gebäude der Gipuzkoako Foru Aldundia oder spanisch Diputación Foral de Guipúzcoa (dt. Provinzregierung von Guipúzcoa)…. diesmal mit blauem Himmel!

Merk Atua, ein Lebensmittelhändler und Bretxako Azoka, der zukünftige Markt La Bretxa im ehemaligen Edificio Pescadería, dem früheren Fischmarkt

Das San Telmo Museoa, das kennen wir schon…. rechts die Treppe…. da geht’s rauf zum Monte Urgull


Blick auf die Stadt…. rechts die San Bizente Martiria Eliza oder spanisch Iglesia de San Vicente Mártir

Die Stadtteile auf der anderen Seite des Río Urumea, die kennen wir weniger…. der graue Kasten rechts ist das Kursaal Kongresu Jauregia eta Auditorioa oder spanisch Palacio de Congresos y Auditorio Kursaal. Warum das Gebäude auf spanisch und baskisch Kursaal heisst, ist hier beschrieben. Der Strand davor ist der Zurriola Hondartza.

Der aktuelle Kursaal in der Dämmerung…. im Vordergrund die Zurriolako zubia (span. Puente de la Zurriola). Der Bau wurde mit dem Pritzker-Preis, dem Premio Príncipe de Viana de la Cultura und der Medalla de Oro de Bellas Artes (Goldmedaille des Schönen Künste) der spanischen Regierung ausgezeichnet. 2001 erhielt Rafael Moneo für den Kursaal den European Union Prize for Contemporary Architecture (Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur), der auch unter seinem früheren Namen Mies van der Rohe Award for European Architecture bekannt ist.

Der Gran Kursaal Marítimo de San Sebastián wurde im 1921 eingeweiht.

Der Ingelesen Hilerria, spanisch Cementerio de los Ingleses, der englische Friedhof

Die Umgebung von Donostia-San Sebastián war Schauplatz des Ersten Carlistenkriegs, einem Konflikt, in dem die liberale Monarchie von Isabel II. in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts über den absolutistischen Thronanwärter triumphierte. England unterstützte die Königin und entsandte eine Streitmacht von 10’000 Freiwilligen, von denen einige im Krieg ihr Leben verloren.

Da viele dieser Soldaten Protestanten waren, konnten sie nicht auf katholischen Friedhöfen beigesetzt werden, sodass sie an einem provisorischen Ort auf dem Monte Urgull begraben wurden. Im Jahr 1924 wurde dieser Ort restauriert und ein Denkmal zu Ehren der Engländer errichtet, die ihr Leben für die Verteidigung der Stadt gegeben hatten.
Schade, hier führt unser Weg nicht vorbei

Zum Glück haben wir festes Schuhwerk an…. für Flip Flops oder High Heels ist der Weg nichts! 😜

Blick auf Donostiako Alde Zaharra, spanisch Parte Vieja de San Sebastián (die Altstadt)….

…. und die Bahía de La Concha, die Bucht von La Concha

Jesusen Bihotza Sakratuaren monumentua

Im oberen Teil befindet sich das Urgulleko gaztelua oder spanisch Castillo de la Mota mit drei Kapellen, von denen eine dem Cristo de la Mota gewidmet ist. Eine dieser Kapellen (16 Meter hoch) dient als Sockel für die emblematische Statue des Sagrado Corazón de Jesús (Heiliges Herz Jesu) mit einer Höhe von 12.5 Metern. Im 19. Jahrhundert befand sich in dieser Burg ein optischer Telegrafenturm, genauer gesagt der Turm Nr. 50 der Línea de Castilla (dt. Linie von Kastilien), die Madrid mit Irún verband.

Am Fusse des Monte Urgull befinden sich eine Reihe von Festungsanlagen, die im Laufe der Jahrhunderte modernisiert wurden: die Batterien Las Damas, Bardocas, Mirador, Príncipe, Reina, Alta de Santa Clara, Baja de Santa Clara usw. sowie eine bombensichere Kaserne aus dem 19. Jahrhundert, das Pulvermagazin von Santiago, die Schiessgalerie usw. Der Berg wurde 1915 vom Staat an die Stadtverwaltung von San Sebastián verkauft, woraufhin mit der Zerstörung der Befestigungsanlagen begonnen wurde, die jedoch dank eines Unfalls bei der Sprengung einer Kaserne zum Grossteil erhalten geblieben sind. Bis zum Jahr 1963, dem 100. Jahrestag des Abrisses der Stadtmauern, wurde ein Grossteil der Befestigungsanlagen restauriert.


Die Skulptur Jesusen Bihotza ist ein symbolträchtiges Werk, das die tiefe religiöse und kulturelle Frömmigkeit der Region Gipuzkoa widerspiegelt. Diese beeindruckende Statue, die das Heilige Herz Jesu darstellt, steht in einer privilegierten natürlichen Umgebung und bietet den Besuchern einen Panoramablick auf die Stadt und ihre Bucht. Die Skulptur wurde 1950 eingeweiht und ist seitdem sowohl für die Einwohner von San Sebastián als auch für Touristen ein Wahrzeichen. Die Figur Jesu mit seinem entblössten Herzen symbolisiert Liebe und Mitgefühl, Werte, die in der Gemeinde tief verwurzelt sind. Das Werk stammt vom Bildhauer Federico Coullaut-Valera.



Tolle Aussicht….
…. die Isla de Santa Clara (links) und der Monte Igueldo….

…. hier nochmal als Weitwinkelfoto…. links der Ondarretako hondartza (span. Playa de Ondarreta)…. aufgenommen oberhalb der Bar Urgulleko Polboriña von der Santiago bateria aus.


Auf der Gaztelubide Kalea auf dem Weg nach unten

Blick zum Kirol-portu, spanisch Puerto deportivo…. der Yachthafen


Am Martinako Zuloa lurmuturra, dem westlichen Kap der Península de Urgull (Halbinsel des Monte Urgull) steht markant die Eraikin Hutsa, spanisch Construcción Vacía (dt. Leere Konstruktion) von Jorge Oteiza aus dem Jahr 1957. Das Werk ist eine 6 Meter hohe Stahlskulptur, die aus vertikalen und horizontalen Ebenen besteht, die miteinander verbunden sind und einen Raum bilden.

Zitat von der Webseite des Guggenheim Bilbao Museoa
Nach einem längeren Aufenthalt in Südamerika und nachdem er (Jorge Oteiza) den Eindruck verarbeitet hatte, den das Werk von Henry Moore auf ihn gemacht hatte, begann er 1947 im Baskenland mit der Entwicklung seines sogenannten Experimentellen Vorhabens. Diese Arbeit entstand aus einer Reihe konzeptioneller Überlegungen und einer besonderen Herangehensweise an skulpturale Probleme: An erster Stelle steht seine Vorstellung, dass jede künstlerische Praxis aus einem Nichts entsteht, das nichts ist, um zu einem Nichts zu gelangen, das alles ist. So gibt es Momente, in denen die Ausdruckskraft und die Menge des Materials zunehmen und die Rolle des Betrachters daher rein rezeptiv ist, und andere, in denen das Wichtigste die Abschwächung des Ausdrucks, die Entleerung des Materials und die vorherrschende Rolle des Raums sowie ein aktivierter Betrachter angesichts der Leere der Skulptur sind.


Jorge Oteiza gilt als einer der Pioniere der abstrakten Bildhauerei in Spanien und wird aufgrund seiner skulpturalen Leistungen und seiner theoretischen Überlegungen zum Raum in die Kunstgeschichte dieses Jahrhunderts eingehen. Für ihn muss die Ausdruckskraft des Hohlraums, die aktive Besetzung des Raums, durch die Verschmelzung leichter, d. h. dynamischer oder offener Formeneinheiten und nicht durch die physische Freigabe einer Masse entstehen.

Oteiza sprach von seiner Skulptur als Leere, einem unbesetzten Raum, in dem die Masse verschwunden ist. Traditionell wurde Skulptur in Bezug auf Volumen betrachtet: ein Festkörper, der einen Raum einnimmt. Oteiza hingegen kehrt dieses Prinzip um: die Skulptur schafft eine Leere. In Texten und Interviews verwies der Bildhauer wiederholt auf Beispiele, die Teil seines Universums waren.


Arrokazabala lurmuturra

Am Kaiko pasealekua, was wörtlich Kai-Promendade heisst oder spanisch Paseo del Muelle

La Rampa Jatetxea…. Zeit für’s Mittagessen…. sehr leckeren Fisch und Meeresfrüchte gibt’s dort!
Es gibt für uns eine Ración de Pulpo (Oktopus) und Chipirones a la plancha (kleine Tintenfische vom Grill)…. dazu einen frischen Txakoli…. ein Genuss!

Das Euskal Itsas Museoa oder Museo Marítimo Vasco, das Baskische Schifffahrtsmuseum, vormals Seefahrtmuseum, befindet sich im Hafen von San Sebastián in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert mit dem Namen Casa Torre del Consulado.



Jose Mª Zubiaren Aita Mari Oroigarria…. Büste von José María Zubia
José María Zubía, bekannt unter dem Spitznamen Mari oder Aita Mari, geboren in Zumaia, Gipuzcoa, am 18. März 1809, gestorben in San Sebastián, am 9. Januar 1866. Er war Seemann und Fischer und wurde aufgrund seiner Seenotrettungen zu einem Volkshelden im Baskenland. Nach seinem Tod wurde er zu einem Symbol für die baskischen Fischer und insbesondere für die Häfen, mit denen er am meisten verbunden war: San Sebastián und Zumaia.
Die heutige Büste ist eine Bronzereplik der 1866 errichteten Skulptur aus weissem Stein, die nach ihrer Entfernung auf Wunsch von Cándido Cendoya y Zubia im Jahr 1900 zum Hafen von Zumaia, dem Geburtsort von José María Zubia, gebracht wurde. Auf dem Werk sind mehrere Inschriften zu lesen. Auf dem Sockel steht ZUBIA. Im unteren Teil der Konstruktion steht IX – ENERO – MDCCCLXVI (9. Januar 1866). Unten auf dem Sockel steht:
MARI! / DU HAST DEIN LEBEN GEGEBEN, UM BARMHERZIG ZU RETTEN / UND HEUTE IST DAS WEITE MEER DEIN GRAB / RUHE IN FRIEDEN MIT DEM RAUSCHEN DER WELLEN, GELIEBTER MENSCH! / UND EHRE MIT DEINER HERRLICHKEIT DONOSTIA UND DAS KANTABRISCHE MEER.

Es gibt einige schöne und gute Restaurants am Paseo del Muelle



Kepa Deunaren Kapera oder Capilla de San Pedro Apóstol (dt. Kapelle des Apostels Petrus)

Blick zurück auf den Monte Urgull

Portaletak (baskisch für Törchen) oder Sarrerako atea (Eingangstor)…. bezeichnet das historische Hafentor, den Eingang in die Portu Kalea

Calle Mayor und Basílica de Santa María del Coro

Ein paar Impressionen aus der Parte Vieja, der Altstadt





Einen Besuch statten wir dem örtlichen Farrutx Schuhgeschäft noch ab…. Regula hat dort ein paar bequeme Schuhe für die Stadt im Auge…. sehr gute Qualität, aussen und innen Leder, guter Kauf…. im Laufe der Reise hat sie die Schuhe oft an und hat keinerlei Probleme.
Farrutx Schuhe kommen von der Baleareninsel Mallorca.

Schluss für heute…. morgen geht’s weiter nach Bilbao!
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