16. Tag: Potes, Fuente Dé und die Picos de Europa

Sonntag, 15.5.2022

Endlich ist der tagelange Grauschleier weg!

Am Horizont sehen wir die Picos de Europa…. und wir beschliessen kurzentschlossen…. da geht’s heute hin!

Es ist nicht sehr weit zu fahren, die Strasse ist sehr kurvenreich, sie ist teilweise recht schmal, aber sie ist sehr gut ausgebaut. Bis Potes fahren wir auf der N-621, danach bis Fuente Dé auf der CA-185.

Map data ©2022 Google

So wie hier auf dem Foto werden wir die Picos de Europa natürlich nicht sehen, wir sind weder für’s Gebirge ausgerüstet noch haben wir Interesse, mit unserem Fahrzeug Hochgebirgstouren zu machen. Wir bleiben auf den offiziellen Strassen.

Blick vom Pico Tesorero nach Norden: links Torre de Cerredo, rechts Naranjo de Bulnes, im Hintergrund die Sierra de Cuera und die Costa Verde

Photo by Cactus26, License CC BY-SA 3.0

Der Nationalpark Picos de Europa (span. Parque Nacional de los Picos de Europa, asturisch Picos d’Europa) liegt im Norden Spaniens in den Autonomen Gemeinschaften AsturienKastilien und León und Kantabrien. Er ist mit 67’455 Hektar der zweitgrösste Nationalpark Spaniens (der grösste ist der Nationalpark Sierra Nevada span. Parque Nacional de Sierra Nevada in Andalusien mit 86’208 Hektar).

Die Peña Santa de Castilla (2596 m), auch bekannt auch als Torre Santa, ist der höchste Gipfel des westlichen Teils der Picos de Europa, dem Macizo del Cornión oder Macizo Occidental (dt. Massiv)

Die weiteren wichtigen Gipfel sind:
Peña Santa de Enol oder Torre de Santa María (2486 m)
Torre de Enmedio (2467 m)
Aguja José de Prado (2463 m)

Im Macizo de los Urrieles oder Macizo Central sind die höchsten Gipfel der Picos:
Torre de Cerredo (2650 m)
Torre del Llambrión (2642 m)
Torre del Tiro Tirso (2639 m)

Im Osten das Macizo Oriental oder Macizo de Ándara…. diese Gipfel sind nicht ganz so hoch:
Morra de Lechugales (2444 m)
Silla del Caballo Cimero (2436 m)
Pica del Jierru (2425 m)

© Copyright 2021 Asociación Picos de Europa León

Potes ist mit knapp 1’500 Einwohnern der Hauptort der Comarca Liébana. Das Städtchen liegt am Zusammenfluss de Río Deva und ihrem Nebenfluss Río Quiviesa. Den vielen Touristen nach zu urteilen, ist Potes auf asturischer Seite der Startpunkt für Ausflüge in die Picos.

Un de los pueblos mas bonitos de España….

Eines der schönsten Dörfer Spaniens!

Aussicht Richtung Picos de Europa

Ein Gedenkstein der Produzenten von Orujo (ein Tresterbrand…. vergleichbar mit Grappa) aus Dankbarkeit für Alfonso Gutiérrez Cuevas, den Bürgermeister von Potes, ein grosser Förderer der Region Liébana und der Fiesta del Orujo (Fest des Orujo) neben der Iglesia de San Vicente. Am 17. Oktober 2007 starb er in Madrid im Alter von 56 Jahren während einer medizinischen Untersuchung.

Die Iglesia nueva de San Vicente, 14. oder 15. Jh.

Der Torre del Infantado, ein Kulturzentrum

Wir sind auf dem Weg Richtung Altstadt

Die Puente Nuevo über den Río Quiviesa

In den Gassen der Altstadt herrscht geschäftiges Treiben!

In dieser Sidrería gibt’s Apfelwein…. in Asturien und im Baskenland ist der Sidra beliebt…. sehr herb…. aber nicht Jedermanns Geschmack! Wir gehen dort etwas essen.

Wir beenden den Besuch in Potes und fahren nach Fuente Dé. Der Ort liegt auf rund 1’100 m Höhe in einem nach Süden offenen Talkessel, der halbrund von bis zu 300 m hohen Felswänden umgeben ist. Das spanische Wort Fuente bedeutet Quelle, in Fuente Dé entspringt der Fluss Río Deva.

Fuente Dé ist nicht mehr als ein grosser Parkplatz, zwei Hotels (das grösste ist das Parador de Fuente Dé, siehe Foto), der Camping El Redondo Picos Europe, ein paar Cafés und den Teleférico de Fuente Dé (Seilbahn), der auf 1823 m Höhe zur Bergstation El Cable führt.

©Imagen M.A.S.

Nachdem das Wetter nicht so schön wie auf dem Foto ist und sich wieder in das grau der letzten Tage verwandelt hat, verzichten wir auf die Fahrt in die Höhe….

…. hier ist die Seilbahn zu sehen

Wir fahren die gut 20 km nach Potes zurück, geniessen noch mal die eindrucksvollen Schluchten, die der Río Deva geschaffen hat (leider kann man dort nicht anhalten und fotografieren), machen noch einen kurzen Halt in Espinama….

…. und checken kurz vor Potes auf dem familiengeführten Camping La Viorna ein, einem wunderschön gelegenen Platz, ziemlich terrassiert, ein gutes Restaurant…. mittlerweile ist auch die Sonne wieder da…. so lassen wir den Tag ausklingen.

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