13. Tag: Zwischenstopp in Benidorm đŸ˜ĄđŸ€ŹđŸ€ź

Mittwoch, 26.4.2023

Wir starten nach dem FrĂŒhstĂŒck und fahren zuerst zum Centre Comercial Bonaire, ein riesiges Einkaufszentrum im Westen von ValĂšncia in der NĂ€he des Flughafens….

Map data ©2023 Google

…. und ParkplĂ€tze gibt’s auch genug!

Map data ©2023 Google

Das, was wir suchen, finden wir nicht…. nach einem kleinen Imbiss geht’s weiter.

Wir haben Benidorm schon zwei oder drei Mal im Vorbeifahren bewundern dĂŒrfen, wir wissen also dass es eine hĂ€ssliche Hochburg des Massentourismus ist, aber dennoch wollen wir es riskieren, dort einmal zu nĂ€chtigen. Ein neuer Stellplatz wurde kĂŒrzlich in Finestrat eröffnet, Área CamperĂ lia Finestrat, da fahren wir hin. Landschaftlich schön gelegen sieht zwar anders aus, als am Rand eines Gewerbegebiets…. aber fĂŒr eine Nacht ist das ok.

Der Platz ist sehr gut, die Ausstattung ist fast campingplatzmĂ€ssig, es ist sehr sauber und es ist zum GlĂŒck ziemlich leer. So ein gutes WiFi hatte ich noch nie auf einem Platz…. gestern gab es neue Karten fĂŒr das Navi auf dem iPad, die lade ich herunter…. 15 GB waren ruckzuck geladen…. fast wie zuhause!

Beim Spaziergang zum Strand sieht es dann so aus!

Das Meer ist hinter den HochhĂ€usern…. zuerst wurden offenbar die kleineren HĂ€user gebaut, noch mit Meerblick fĂŒr die oberen Etagen…. danach wurden die grossen HochhĂ€user davor gesetzt, dann hatten einige Bewohner dahinter noch Meerblick durch die LĂŒcke zwischen den HochhĂ€usern oder sie konnten rechts oder links daran vorbei gucken…. aber die tolle Aussicht war fĂŒr die meisten vorbei.

In der Avinguda dels Mariners de la Vila Joiosa auf dem Weg Richtung Meer
. der Wohnblock links hat noch einigermassen freie Sicht nach vorne raus, der Block dicht dahinter hat noch nicht mal richtiges Tageslicht
. wir stellen uns immer wieder die Frage, wer wohnt so oder wer will so wohnen? Oder wer möchte dort seinen Urlaub verbringen…. wir jedenfalls nicht!

Etwas weiter unten, an der Ecke Avinguda dels Mariners de la Vila Joiosa und Carrer Tramuntana bzw. Avinguda Marina Baixa in allerbester Lage, steht diese Ruine….

…. man denkt, es wĂ€re eine normale Baustelle….

…. aber wir erfahren spĂ€ter aus zuverlĂ€ssiger Quelle…. das steht hier schon seit 20 Jahren (!) als Bauruine herum!

GegenĂŒber…. die Platja de La Cala de Finestrat…. also sind wir hier noch in Finestrat…. die Gemeindegebiete von Finestrat, La Vila Joiosa (span. Villajoyosa) und Benidorm stossen hier aneinander.

Der Strand ist sehr schön, keine Frage….

…. aber auch nicht gross…. und es ist erst April, also noch keine Saison.

Der dicht bebaute HĂŒgel Tossal de la Cala trennt den Strand von Finestrat von der Platja de Ponent (span. Playa de Poniente), LĂ€nge 3’100 m, und der anschliessenden Platja de Llevant (span. Playa de Levante), LĂ€nge 2’084 m in Benidorm….

…. oben angekommen bietet sich uns dieses Bild…. Kommentar ĂŒberflĂŒssig!

Benidorm hat weltweit die grösste Hochhausdichte mit 345 GebĂ€uden mit mehr als zwölf Etagen. 

Das Intempo ist ein 47-stöckiges und 202.5 Meter hohes Hochhaus…. 2007 begonnen und nach vielen Unterbrechungen und Skandalen erst im Juni 2021 fertiggestellt. Es ist eines der höchsten WohngebĂ€ude Europas.

Die Platja de Ponent (span. Playa de Poniente)

Ein 4K-Drohnenvideo ĂŒber Benidorm

.

Die Schönheit des Landes darf nicht ĂŒber die vielen Herausforderungen hinwegtĂ€uschen, vor denen Spanien steht. Eines der grossen Probleme ist die BautĂ€tigkeit. In vielen touristischen Regionen werden neue Hotels, Ferienwohnungen und andere touristische Infrastrukturen gebaut. Dies fĂŒhrt oft zu einer Zerstörung der natĂŒrlichen Landschaft und der traditionellen Architektur. In einigen FĂ€llen werden auch BausĂŒnden begangen, die die Umwelt schĂ€digen.

Ein weiteres Problem ist die Korruption. In Spanien gibt es einen hohen Grad an Korruption, insbesondere in der Baubranche. Dies fĂŒhrt zu einem hohen Preisniveau fĂŒr Immobilien und zu einer schlechteren QualitĂ€t der Bauarbeiten.

Der Massentourismus hat an vielen Orten einen negativen Einfluss auf die LebensqualitĂ€t der Einheimischen. In touristischen Regionen sind die Preise fĂŒr Lebensmittel, Wohnen und andere GĂŒter sehr hoch. Dies macht es fĂŒr die Einheimischen schwierig, ihren Lebensunterhalt zu bezahlen. Ausserdem leiden die Einheimischen unter LĂ€rm, Abfall und anderen Problemen, die durch den Tourismus verursacht werden.

Benidorm ist hierfĂŒr ein besonders krasses Beispiel.

So sieht’s im Sommer an der Playa de Poniente aus!

Foto by Zarateman, License CC0 1.0 Public Domain

Wir haben genug gesehen und machen uns auf den RĂŒckweg….

…. morgen geht’s weiter nach Murcia!

.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert