14. Tag: Über Vitré nach Rennes

Sonntag, 15.3.2026

Wir verlassen Fougères…. nach Vitré ist es nicht weit. Leider ist der recht gut bewertete Camping Municipal de Vitré noch geschlossen, der öffnet erst am 1. April. Auf dem Parking Place du Champ de Foire finden wir sehr zentral einen kostenlosen Parkplatz, auf dem sogar drei Plätze für Wohnmobile markiert sind. Übernachten ist nicht erlaubt, wegen dem Aufbau eines Volksfestes auf dem Platz ist das Parken heute bis 18.00 Uhr limitiert…. um diese Zeit sind wir längst Weg!

Map data ©2026 Google

Vitré im Département Ille-et-Vilaine in der Region Bretagne hat knapp 20’000 Einwohner. Die Stadt liegt an den Toren der Bretagne und in Nachbarschaft zur Normandie, dem Maine und dem Anjou. Aufgrund ihres reichen Kulturerbes hat sie den Ruf einer Ville d’art et d’histoire (Stadt der Kunst und Geschichte).

Die sehenswerte Altstadt ist überschaubar…. unsere heutige Runde beträgt nur 4.3 km

Maplibre | © OpenStreetMap | Map data © OpenStreetMap-Mitwirkende

Die Église Saint-Martin de Vitré ist eine Pfarrkirche wurde von 18681895 im neoromanischen Stil erbaut.

Wir sind in der Rue Duguesclin auf dem Weg zur Altstadt.

Kunst am Bau! 😜

Typische Bauweise in der Altstadt…. viele Fachwerkhäuser mit Laubengängen

Barbaros Barbershop

Coiffe net, rase frais…. sans se ruiner…. günstige Frisur, frisch rasiert…. ohne sich zu ruinieren….

…. wie das wohl gemeint ist…. finanziell oder optisch!?

Das Château de Vitré hat eine sehr wechselvolle Geschichte mit vielen wechselnden Eigentümern hinter sich. Anfänge stammen aus dem 11. Jahrhundert, auch als Gefängnis oder Kaserne wurde es zwischenzeitlich genutzt. 1872 wurde das Schloss als eines der ersten Schlösser Frankreichs als Monument historique (historisches Denkmal) eingestuft und ab 1875 unter der Leitung des Architekten Darcy restauriert.

Links befindet sich das Monument aux Morts de Vitré (Denkmal für die Toten von Vitré) auf der Place du Château. Es ist ein Werk aus weissem Stein und Granit, das vom Bildhauer Jean Boucher geschaffen wurde. Es wurde am 1921 eingeweiht und würdigt die 317 Soldaten der Stadt, die während der verschiedenen Konflikte (Erster und Zweiter Weltkrieg, Indochina und Algerien) für Frankreich gestorben sind.

In der Rue de la Baudrairie

Merkwürdige Architektur in der Rue d’en Bas…. die Strasse nach unten

Zeit für’s Mittagessen…. am unteren Ende der Rue d’en Bas ist das Taj Mahal, ein gutes indisches Restaurant…. so nobel wie auf der Webseite sieht’s da drinnen nicht aus, Google Maps rückt das Ambiente innen in’s richtige Licht! 😜

Das Essen ist dort sehr gut und der Service ist aufmerksam und freundlich!

Weiter geht’s in der Rue d’en Bas

Das wechselnde Skulpturenprojekt #VITRÉ_bzh stand zuerst auf der Place du Château…. später an vielen anderen Orten in der Stadt…. je nach Anlass oder Jahreszeit…. wir haben die Skulptur leider nicht gesehen!

La structure #VITRÉ_bzh promeut la ville…. die Struktur #VITRÉ_bzh fördert die Stadt

Wir sind jetzt in der Rue Rallon unterhalb des Château de Vitré

Auf der Promenade du Val entlang der mittelalterlichen Stadtmauer

Plan des Remparts de Vitré (Plan der Stadtmauern)

1. Chapelle Saint-Julien / 2. Poterne Saint-Pierre / 3. Tour aux Chèvres / 4. Tour Rompue ou Tour de la Fresnaye 
5. Tour du Géomètre / 6. Tour Doré / 7. Tour des Prisonniers / 8. Porte d’En Haut
9. Tour de la Bridole ou Tour du Coin ou Tour du Marché / 10. Demi-tours / 11. Tour des Claviers 
12. Tour de Sévigné / 13. Porte Gâtesel / 14. Tour de Beaucé ou du Fer à Cheval /
15. Porte d’Embas (Tour Sud) / 15. Porte d’Embas (Tour Nord) / 16. Barbacane / 17. Contrescarpe
18. Barbacane / 19. Éperon

Plan by Pascal Pirotais, License CC BY-SA 3.0

Blick in das Tal der Vilaine

Place de la République

Die Église Notre-Dame de Vitré ist eine Pfarrkirche, die auf eine Kollegiatkirche aus dem 11. Jahrhundert zurückgeht. Das heutige Gebäude wurde weitgehend im 15./16. Jahrhundert im Stil des Übergangs von der Flamboyantgotik zur Renaissance errichtet. Die Kirche gehört zu den ersten Bauwerken, die im Jahr 1840 als Monument historique in die Liste der Baudenkmäler in Frankreich aufgenommen wurden. Die Base Mérimée wurde 1978 gegründet und 1995 online gestellt. Im Jahr 2005 enthielt sie rund 200’000 Datensätze zu Kulturdenkmälern, von denen 42’000 aus dem Verzeichnis der historischen Monumente und 147’000 aus dem nationalen Denkmalinventar Frankreichs, dem Inventaire général du patrimoine culturel stammen.

Das Südportal entstand zwischen 1530 und 1609. Der steinerne Dekor des Portals mit seinen geometrischen Motiven stammt aus der Zeit der frühen Renaissance. Die holzgeschnitzten Türflügel sind mit der Jahreszahl 1609 datiert. Sie sind mit Reliefs verziert, auf denen oben die Verkündigungsszene und darunter die Büsten der Apostel Thomas und Johannes (links) und Petrus und Paulus (rechts) dargestellt sind.

In der Rue Notre-Dame

In der Rue de la Baudrairie

Wir gehen langsam zum Parkplatz zurück….

…. gehen über die Place du Général de Gaulle….

In der Rue de la Liberté mit Blick zur Église Saint-Martin de Vitré

Vitré erhielt die erste Eisenbahnverbindung am 15. April 1857 als die Strecke ParisBrest eröffnet wurde.

Wir verlassen Vitré, ein sehr sehenswertes Städtchen, und fahren weiter nach Rennes zum Camping Gayeulles, der ausserhalb der Stadt im Grünen liegt und eine gute ÖV-Anbindung an die Innenstadt hat.

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