7. Tag: Hansestadt Lübeck…. Teil 2 (Fortsetzung)

Dienstag, 11.8.2026 (Fortsetzung)

Wir gehen durch das Fegefeuer, so heisst die Strasse, und sind auf dem Weg zur Mühlenstrasse…. wir haben nämlich Hunger!

Die Hauptturnhalle Lübeck in der Mühlenstrasse 74…. das imposante neugotische Backsteingebäude wurde in den Jahren 1890–1891 errichtet. Der charakteristische Klinkerbau steht heute unter Denkmalschutz und prägt den südlichen Zugang zur historischen Lübecker Altstadt. Die Hauptturnhalle wird unter anderem intensiv von der nahegelegenen Oberschule zum Dom (OzD) genutzt.

Am Rand der Altstadt…. der Mühlenteich

Mittagessen gibt’s in der San Marco Cucina…. bei Google mit 4.7 bewertet…. völlig zu Recht….

…. und die Aussicht von der Terrasse auf den Krähenteich und die St.-Aegidien-Kirche ist auch super!

Frisch gestärkt geht’s weiter….

…. das Äussere Mühlentor wurde bereits 1662/63 vollständig abgebrochen, da es ein Hindernis bei der erneuten Modernisierung der Befestigungen nach dem Bastionärsystem darstellte. Hier in der Wallstrasse steht ein Modell des Tores.

Zwischen Trave, Mühlenteich und Kanaltrave steht ziemlich versteckt, von Grünzeug eingewachsen und nicht restauriert steht das Kaisertor

Wir sind wieder am Mühlenteich….

…. vorbei an der Zahnarztpraxis von Dr. Harry Fritz mit schöner Aussicht auf den Teich….

…. als Spaziergänger kann man wohl auch den armen Patienten bei der Behandlung zugucken!? 😜 🤣

Es geht nochmal vorbei am Lübecker Dom, diesmal an der Rückseite….

…. und in die Musterbahn (etwas merkwürdige Strassennamen haben sie teilweise schon! 😜 )

Wieder in der Mühlenstrasse…. das Modell des Inneren Mühlentors, das 1861 als letztes der Mühlentore abgebrochen wurde.

Die Breite Strasse…. zentrale Strasse der Fussgängerzone in der Altstadt und Haupteinkaufsstrasse

Auf dem historischen Marktplatz….

…. links der Kaak, ein gotisches Bauwerk, das früher als Gerichtskanzel und Pranger und unterkellerte Butterbude mit Verkaufsständen für Butter diente. Das Obergeschoss, der sogenannte Finkenbauer, besteht aus historischem Originalmaterial.

…. mittig St. Marien, die Mutterkirche der Backsteingotik prägt mit ihren hohen Türmen die Stadtsilhouette.

…. rechts das Rathaus

Im Niederegger Arkadencafé auf dem Marktplatz möchten wir gern einen Kaffee trinken…. aber es ist voll! Wir gehen dafür in’s Café Niederegger gleich gegenüber in der Breiten Strasse.

Ein Paradies für süsse Schlemmer…. alles aus Lübecker Marzipan! 😍

Auch das Tortenbuffet im 1. Stock ist extrem lecker…. aber das Stück Mohnkuchen für mich gab’s hier nicht…. das habe ich an einem anderen Tresen im Erdgeschoss gefunden! 😜

Wir sind in der Mengstrasse, eine Seitenstrasse der Breiten Strasse

Das Buddenbrookhaus in der Mengstrasse 4, der Handlungsort von Thomas Manns Roman Buddenbrooks und Stammsitz der Familie Mann

Die St. Jakobi Kirche am Jakobikirchhof…. hier ist die Breite Strasse zu Ende

Die Jakobikirche ist eine dreischiffige Backsteinhallenkirche. Der heutige Bau am Koberg entstand um 1300 und ersetzte nach dem grossen Stadtbrand von 1276 eine romanische Hallenkirche an gleicher Stelle, die bereits um 1227 erwähnt wurde.

Ein prunkvoller schwarzer Hochaltar, eine kunstvolle Kanzel sowie mittelalterliche Wandmalereien (Fresken) an den weissen Backsteinwänden.

Das Foto zeigt die prächtige Grosse Orgel (Westorgel)

Der gotische Prospekt stammt aus dem Jahr 1504 und wird dem Orgelbauer Peter Lasur zugeschrieben. Im Jahr 1673 baute der Hamburger Orgelbauer Joachim Richborn die Pedaltürme an und erweiterte das Instrument. Zwischen 1981 und 1984 wurde die Orgel von der Firma Karl Schuke umfassend nach denkmalpflegerischen Kriterien instand gesetzt.

Die Kleine Orgel von Friederich Stellwagen

Schräg gegenüber der Kirche….

…. das Restaurant Schiffergesellschaft, eine der traditionsreichsten Gaststätten in Lübeck

So sieht’s hier innen aus!

Es gibt einen sehr schönen Biergarten…. recht schattig…. wir trinken dort etwas.

Neben der Jakobikirche auf dem Koberg steht das Heiligen-Geist-Hospital, in Jahr 1286 vollendet, ist es eine der ältesten bestehenden Sozialeinrichtungen der Welt und eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt.

Die gotischen Gewölbe und mittelalterlichen Wandmalereien…. an den geweissten Backsteinwänden und Gewölben sind teils noch mittelalterliche florale Rankenmalereien und Fresken erhalten. An den Pfeilern und Wänden befinden sich hölzerne Heiligenfiguren.

Der Innenraum der gotischen Kirchenhalle mit grossen spitzbogigen Fenstern, die farbige Glasmalereien mit historischen Wappen und Motiven zeigen.

Ein langer Flur mit den Krankenzimmern

Der Innenbereich mit der Querhalle, dem Lettner und gotischen Wandmalereien

Der Lübecker Sommergarten auf dem Koberg

Eine grüne Oase mitten in der Altstadt mit vielen Sitzmöglichkeiten…. ein schönes Konzept! 👍

Es geht weiter durch die Kleine Burgstrasse…. hier befindet sich die Ernestinenschule, sie wurde am 20. März 1804 als Lehranstalt für Töchter der mittleren Bürgerklasse (!?) eröffnet.

Seit 1981/1982 die Koedukation eingeführt wurde, trägt die Schule die Bezeichnung Gymnasium für Mädchen und Jungen der Hansestadt Lübeck.

Zugang des Europäischen Hansemuseums von der Strasse Hinter der Burg. Es gibt noch weitere Zugänge an der Grossen Burgstrasse, der Haupteingang liegt An der Untertrave. Das Museum wurde im Mai 2015 eröffnet.

Das Burgkloster, ein ehemaliges Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert. Es wurde im Jahr 1227 als Maria-Magdalenen-Kloster gegründet. An der Stelle des heutigen Burgklosters, dem schmalen Zugang zur Altstadt-Halbinsel, befand sich schon seit dem 8. Jahrhundert die slawische Burg Bucu. Sie bildete das Machtzentrum des slawischen Stammes der Abodriten.

Das denkmalgeschützte Gebäude im typischen Stil der norddeutschen Backsteingotik ist heute fester Bestandteil des modernen Europäischen Hansemuseums. Es zählt zum UNESCO-Welterbe und gilt als eine der bedeutendsten mittelalterlichen Klosteranlagen in Norddeutschland.

Das frühere Beichthaus

Die Skulptur Wild Woman / Maria Magdalena im historischen Gefängnishof des Burgklosters aus dem Jahr 1994 der amerikanischen Künstlerin Kiki Smith. Die Silikonbronze-Plastik zeigt die biblische Figur Maria Magdalena als ganzkörperbehaarte, nackte Büsserin mit einem schmiedeeisernen Fussring, eine Darstellung, die sich auf die mittelalterliche Legende bezieht, nach der sie sich zur Busse jahrelang in die Wildnis zurückzog.

Graffito am Marschallsteg

Das Burgtor am Ende der Grossen Burgstrasse wurde 1444 im spätgotischen Stil erbaut

Links das Burgtor und rechts das angrenzende Burgkloster

Das Foto zeigt den historischen Brückenturm der Hubbrücke, einem denkmalgeschützten technischen Bauwerk aus der Zeit um 1900. Die Hubbrücke wurde im Zusammenhang mit dem Bau des Elbe-Lübeck-Kanals errichtet. Sie führt im Norden der Lübecker Altstadtinsel am Zusammenfluss der Stadt-Trave mit der Kanal-Trave über den Klughafen* und stellt die Verbindung zum Burgtorhafen im Stadtteil St. Gertrud her, die beim Bau des Elbe-Lübeck-Kanals aufgebrochen wurde.

Die Hubbrücke ist zur Zeit wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt.

* der Klughafen ist ein ruhiges Hafenbecken an der Kanaltrave, das die historische Altstadt mit dem Stadtteil St. Jürgen verbindet.

Vorn ist der Backsteinbau das Cafe & Bar Celona Lübeck in der Hafenstrasse an der Trave…. dahinter sind Industrieanlagen.

Der Museumshafen Lübeck

Ausflugsschiff nach Travemünde…. da fahren wir morgen hin…. mit dem Camper, nicht mit dem Schiff! 😜

Das rote Backsteingebäude in der Mitte ist der historische Kornspeicher ‚Die Eiche‘. Das Gebäude an der Adresse An der Untertrave 34 wurde im Jahr 1873 erbaut. Errichtet wurde der Speicher von Johann Thomas Heinrich Mann, dem Vater der berühmten Schriftsteller Heinrich und Thomas Mann.

die historische Backsteinfassade des Kontorhauses An der Untertrave 55-57 in der Altstadt.

Das…. muss Lübeck aushalten! 🤣 🤣

Motorschlepper und Werkstattschiff Rixdorf

Auch sowas gibt’s…. der Lübecker Marzipan-Speicher seit 1995….

…. im Gebäude ist die weltbekannte Marzipan-Show samt Museum untergebracht. Besucher können dort unter Anleitung ihr eigenes Marzipan-Produkt formen und das sogenannte Marzipan-Abitur erwerben.

Dieses historische Backsteingebäude liegt an der Adresse An der Untertrave 98

Bevor wir mit dem Bus zum Campingplatz zurückfahren, kehren wir im Barcio Lübeck ein…. An der Untertrave 106, es ist eines der letzten Häuser, bis Hausnummer 111 geht die Strasse noch…. nach Überquerung der Holstenstrasse fängt dann An der Obertrave an…. aber dort waren wir heute Vormittag schon.

Wir nehmen den Bus von der Haltestelle Holstenstrasse…. ein kleiner Schandfleck Lübecks steht hier gegenüber….

…. das ehemalige Karstadt Sporthaus gammelt vor sich hin…. das Gebäude stammt aus den frühen 1960er Jahren. Es ist seit Oktober 2019 geschlossen und steht seither leer. Der Schriftzug Hier Hier Ich Ich stammt von der Kunstaktion Kulturfunke zur Belebung der Innenstadt.

Das ehemalige Karstadt-Gebäude steht vor einer tiefgreifenden Veränderung. Nach jahrelangen Diskussionen und mehreren Vetos des Welterbe- und Gestaltungsbeirats der Stadt Lübeck gibt es nun eine Einigung mit dem Investor. Der wuchtige 1960er-Jahre-Bau wird teilweise zurückgebaut. Das Gebäude wird zu einer modernen Mixed-Use-Immobilie (Wohn- und Geschäftshaus) umgestaltet. In den oberen Etagen sollen dringend benötigte Apartments für Studentinnen und Studenten entstehen. Für das Erdgeschoss ist weiterhin Einzelhandel und Gewerbe vorgesehen, um die Holstenstrasse als Einkaufsstrasse zu beleben.

Die finalen architektonischen Details werden abgestimmt. Die aufwendige Umbauphase und der Teilabriss sollen voraussichtlich ab 2028 starten…. Leute, macht mal vorwärts!

Der 26 Meter breite und 3.50 Meter hohe Schriftzug aus 58 LED-Leuchten mit Zeitschaltuhren des Berliner Künstlers Moritz Frei wird jeden Tag jeweils um 17/18/19 Uhr für 15 Minuten angeschaltet. Er setzt dieses eigenwillige, auf seine Art sperrig-schöne und charakteristische Gebäude aus den frühen 60er Jahren in Szene, welches wie ein gelandetes architektonisches Raumschiff daherkommt.

Photo by Out for Art / Moritz Frei 

Das ist unsere heutige Tour…. 11.5 km…. das reicht jetzt aber auch! Lübeck ist eine sehr schöne und sympathische Stadt und hat sehr viele Sehenswürdigkeiten auf der Altstadt-Insel, die wir fast komplett umrundet haben. Kein Vergleich zu Hamburg vorgestern, dort ist zwar alles viel grösser, aber nicht unbedingt schöner.

Maplibre | © komoot | Map data © OpenStreetMap-Mitwirkende

Zum Teil 1 von Lübeck geht’s hier entlang!

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