Donnerstag, 13.8.2026
Unser nächstes Ziel ist die Hansestadt Stralsund, das Tor zur Insel Rügen. Rügen wollen wir bewusst auslassen, wir waren in unserer Vor-Wohnmobilzeit schon mal eine Woche dort. Jetzt ist Hochsaison und da wollen wir uns so ein touristisches Schwergewicht wie Rügen nicht antun…. das gleiche gilt für Usedom, dort waren wir schon mit unserem Camper, das werden wir nur zum Transit nutzen.

Wir fahren zum Caravanstellplatz An der Rügenbrücke…. ein grosser Stellplatz mit über 100 Parzellen…. der Platz ist gut gefüllt, aber wir haben Glück und können noch zwischen einigen Parzellen auswählen. Der Stellplatz liegt, wie der Name sagt, an der Rügenbrücke. Der Strelasund trennt die Insel Rügen vom Festland bei der Hansestadt Stralsund.
Neue und alte Brücke…. die neue Rügenbrücke und die alte Ziegelgrabenbrücke

Einige Infos zur Hansestadt Stralsund…. die Stadt hat etwa 55’000 Einwohner und gehört zum Landesteil Vorpommern des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Abk. auch MVP oder Meck-Pomm, und ist Kreisstadt des Landkreises Vorpommern-Rügen. Stralsund erhielt 1234 das Lübische Stadtrecht. Damit ist sie die älteste Stadt Pommerns.
Es ist unangenehm heiss heute…. wir beschliessen, nicht in die Stadt zu laufen (etwa 2.5 km), sondern den Bus zu nehmen….
…. in Hafennähe steigen wir aus, von dort aus ist es auch nicht weit zur historischen Altstadt von Stralsund.
Hafeninsel / Am Querkanal

Die historische Backsteinbauten sind aus dem späten 19. Jahrhundert


Der Fischkutter Flipper….




Das historische Lotsenhaus Stralsund an der Hafenstrasse 50 auf der Hafeninsel wurde im Jahre 1901 als Lotsenwache errichtet. Das Gebäude wurde 2009/10 umfassend saniert. Heute wird es als Hafenamt genutzt.

Café Gumpfer im historischen Porzellanspeicher in der Neuen Badenstrasse 4….

…. und daneben das OZEANEUM Stralsund, Teil des Deutschen Meeresmuseums



Historische Backsteinspeicher an der Hafenstrasse…. sie gehören zum UNESCO-Welterbe, genauso wie die gesamten Altstädte von Stralsund und Wismar


Die Gorch Fock ist ein als Bark getakeltes Segelschulschiff. Das 1933 bei Blohm & Voss für die Reichsmarine gebaute Schiff ist nach dem Schriftsteller Gorch Fock benannt. Seit 2003 liegt das nicht seetüchtige Segelschiff im Stralsunder Hafen.
Das Schiff wird auch als Gorch Fock I bezeichnet…. nicht zu verwechseln mit dem 1958 in Dienst gestellten Segelschulschiff der Deutschen Marine, das auch als Gorch Fock II bezeichnet wird. Auch dieses Schiff wurde bei Blohm & Voss gebaut.






Originelle Beiz…. die Hafenkneipe Zum Goldenen Anker


Nochmal der Fischkutter Flipper…. der Backfisch König…. diesmal von hinten…. ebenso das OZEANEUM Stralsund

In der Semlowerstrase Richtung Alter Markt von Stralsund


Die St. Nikolaikirche ist die älteste der drei grossen evangelischen Pfarrkirchen der Stadt. Sie wurde im Jahr 1276 erstmals urkundlich erwähnt. Ihr Patrozinium erhielt die Kirche am Alten Markt nach Nikolaus von Myra, dem Schutzheiligen der Seefahrer und Händler.





Das Bild zeigt den reich verzierten Lettner mit dem Triumphkreuz und dem Hochaltar im Inneren der Nikolaikirche


Das sieht etwas nach Rumpelkammer aus! 😜


Das Bild zeigt die reich verzierte, barocke Holzwand (den Aufsatz) der Scharbau-Grabkapelle mit dunklem, schwarz-braun gefasstem Holz mit weiss-goldenen bzw. hellen Schnitzereien und Akzenten.

Die reich verzierte Schauwand der von-Lingen-Kapelle

Der barocke Hochaltar im Chorraum der dreischiffigen Backsteinkirche, der zwischen 1708 und 1735 nach Entwürfen von Andreas Schlüter erbaut wurde.


Der fein gearbeitete spätgotische Altar hat, wie so oft, die Kreuzigung Christi als Titelthema. Doch auf den Seitenflügeln und in der Predella wird die Heilsgeschichte erzählt. Dabei ist gerade der Unterbau mit drei Bildfeldern dem weihnachtlichen Geschehen gewidmet. Von der Verkündigung an Maria, über die Geburt bis hin zur Beschneidung des Säuglings am achten Tag, also dem Vorläuferfest.


Ein gotischer Schnitzaltar (Flügelaltar) zeigt eine Kreuzigungsszene mit Jesus am Kreuz und Figuren im unteren Bereich, unter anderem Maria und Johannes.

Der aus dem Jahr 1500 stammende Bergenfahreraltar…. die Bergenfahrer waren eine Kaufmanns- oder Handelskompanie, die Handel mit der Stadt Bergen in Norwegen trieb

Eine kunstvoll geschnitzte Holzrelief-Wangenverzierung des historischen Rigafahrergestühls

Das Gestühl der Krämercompagnie im Mittelschiff zeigt einen keulenschwingenden Mann und die Worte in niederdeutsch:
Dat ken Kramer ist, de blief da buten, oder ick schla em up de schnuten.
Wer kein Krämer ist, der bleibe draussen oder ich schlage ihm auf die Schnauze. 😜

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Eine sehr beeindruckende Kirche….

…. genauso beeindruckend wie der Alte Markt…. links die Nikolaikirche, rechts das Stralsunder Rathaus





Wirklich ein sehr schöner Platz!


Das markante rote Backsteingebäude im Bild ist das historische Wulflamhaus am Alten Markt 5. Das Gebäude ist ein herausragendes Beispiel für die norddeutsche Backsteingotik. Es wurde vor dem Jahr 1358 von der mächtigen Bürgermeisterfamilie Wulflam erbaut. Der prächtige Pfeilergiebel und das seltene Saalgeschoss über der Diele dienten früher repräsentativen Zwecken.

Die Westseite des Stralsunder Rathauses in der Ossenreyerstrasse, die den Alten Markt mit der Judenstrasse, der Papenstrasse und dem Apollonienmarkt.

Das barocke Prunkportal mit dem schwedisch-pommerschen Stadtwappen


Blick zur St.-Jakobi-Kirche…. sie wird gegenwärtig als Kulturkirche genutzt.

Die St.-Marien-Kirche ist die grösste Pfarrkirche der Stadt



Leider sind wir erst kurz nach 18 Uhr am Eingang…. die Kirche ist nur bis 17 Uhr geöffnet…. schade!

Auf dem Rückweg zum Stellplatz…. Blick auf den Kleinen Frankenteich

Gleich sind wir am Stellplatz…. und Durst ist reichlich vorhanden! 🍻

Morgen geht’s weiter in die Hansestadt Greifswald.
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