Dienstag, 20.10.2026
Um 2.30 Uhr klingelt der Wecker! 😬
Aufstehen, Kaffee kochen…. zum Glück haben wir einen Wasserkocher und Nescafé im Zimmer…. duschen, anziehen, Koffer fertig packen, Zimmer räumen, runter zur Rezeption, Check-out…. 3.25 Uhr fertig!
3.30 Uhr holen uns der Fahrer und Amal, der Reiseleiter von Spring Tours vom Hotel ab…. kurz vor 4.00 Uhr sind wir am Flughafen. Unser Flug geht um 6.00 Uhr…. das Check-in hatten wir schon online am Vortag gemacht und hatten uns die Bordkarten auf unseren iPhones im Wallet gespeichert.
Der erste Flug geht einigermassen pünktlich, die Flugzeit nach Assuan / Aswān beträgt knapp 1.5 Stunden

Der zweite Flug ist etwas verspätet…. wir landen erst um 9.00 Uhr auf dem Abu Simbel Airport


Abu Simbel, auch Abu Simbal, Ebsambul oder Isambul, arabisch أبو سنبل Abū Sinbal, ist ein Dorf mit etwa 2’600 Einwohnern, die vermutlich alle vom Tourismus leben. Es ist ein Ort im ägyptischen Teil Nubiens, etwa 240 Kilometer südwestlich von Assuan.

Alles ist bestens organisiert…. wir werden abgeholt, ein Fahrer und ein Reiseleiter, die uns zum Parkplatz beim Abu Simbel Visitor Center (Besucherzentrum) bringen. Dort treffen wir uns mit Abu, unserem deutschsprachigem Reiseleiter für Abu Simbel.
Das Highlight sind die Tempel von Abu Simbel, zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees. Die Tempel stehen am südöstlichen Rand des Ortes Abu Simbel und wurden im 13. Jahrhundert v. Chr. unter Pharao Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches errichtet.
Die Felsentempel, der grosse Tempel zum Ruhm Ramses II. und der kleine Hathor-Tempel zur Erinnerung an Nefertari, dessen Grosse königliche Gemahlin, Hemet-nisut, auf deutsch Königsgemahlin oder Gemahlin des Königs, stehen seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.
Beide Tempel befinden sich nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort. Um sie vor dem ansteigenden Wasser des Nassersees, des durch den Assuan-Staudamm aufgestauten Stausees des Nil, zu retten, wurden sie in den Jahren 1963 bis 1968 abgetragen und 64 Meter höher auf der Hochebene von Abu Simbel wieder aufgebaut. Dort erheben sie sich heute auf einer Insel im Nassersee, die an der Nordwestseite durch einen befahrbaren Damm mit dem Ort Abu Simbel verbunden ist.
Blick über den Nassersee


Die beiden Tempelanlagen…. links der grosse Tempel für Ramses II. und rechts der kleine Hathor-Tempel


Der namenlose Hügel wurde künstlich angelegt. Da die Tempel ursprünglich direkt in die natürlichen Sandsteinklippen des Nilufers gehauen waren, imitierte man beim Wiederaufbau die ursprüngliche Topografie.
Um das immense Gewicht der Umgebung abzufangen und die Tempelräume vor dem Einsturz zu schützen, errichtete man über ihnen zwei riesige Stahlbetonkuppeln. Diese Betonkuppeln wurden anschliessend komplett mit Sand, Geröll und Originalgestein aufgeschüttet und verkleidet, wodurch die Tempelanlage von aussen wieder wie der ursprüngliche, in den Fels geschlagene Hügel aussieht.
Der Hügel ist somit ein Meisterwerk der modernen Ingenieurskunst auf der Hochebene von Abu Simbel.

Die vier etwa 21 Meter hohe Kolossalstatuen von Ramses II.


GIGANTISCH!

Die Königsfigur südlich des Tempeleingangs (die 2. Figur von links) ist unvollständig….
…. Teile des Kopfes und des Torsos liegen vor der Fassade am Boden. Sie wurde schon kurz nach der Errichtung der Tempelanlage im 34. Regierungsjahr Ramses II. durch ein Erdbeben beschädigt.

Eine Falkenstatue des Gottes Horus, der als Schutzgottheit der Pharaonen galt.

Noch mehr Horus-Statuen

Die erste Statue (ganz links) trägt den Namen Ramses, die Sonne der Herrscher

Die zweite Statue trägt den Namen Ramses, König der beiden Länder…. damit sind Ober– und Unterägypten gemeint
Die dritte Statue steht unmittelbar rechts neben dem Eingangstor und trägt den Namen Ramses, geliebt von Amun, der Wind– und Fruchtbarkeitsgott
Die vierte Statue (ganz rechts) schliesst die Fassade ab und trägt den Namen Ramses, geliebt von Atum…. bzw. nach manchen Texten heisst es beliebt vom Aton (Aten). Das sind natürlich unterschiedliche Götter,,,, Atum war eine männliche Schöpfer- und Himmelsgottheit, während Aton der Sonnengott war.


Direkt über dem Eingang befindet sich eine Nische mit der Statue des falkenköpfigen Sonnengottes Re-Harachte, eine Verschmelzung von Re und Harachte bzw. Horus, flankiert von Reliefs des Pharaos.

t.b.c.




