12. und 13. Tag: Von der Normandie in die Bretagne…. auf nach Fougères!

Freitag, 13.3.2026

Der gestern angekündigte Regen ist da! Wir fahren durch das Hinterland der Normandie, schneiden die Halbinsel Cotentin ab (da waren wir letztes Jahr), umfahren Caen, das sicherlich sehenswert wäre…. nur nicht bei Regen…. wir fahren am Mont-Saint-Michel vorbei, da wäre es heute bei strömendem Regen sicherlich nicht so voll wie letztes Jahr…. und fahren in das Hinterland der Bretagne (die Küste hatten wir letztes Jahr ausgiebig bereist).

Map data ©2026 Google

Erstes Ziel im Hinterland der Bretagne ist Fougères. Wir fahren auf den Camping Municipal de Fougères, ein sehr ordentlicher Campingplatz, um den sich ein sehr freundliches Ehepaar kümmert. In’s Stadtzentrum sind es etwa 20 Minuten Fussmarsch.

Heute machen wir nichts mehr, gegessen hatten wir schon unterwegs, die Stadt schauen wir uns morgen an.

Und dann merken wir noch, dass heute Freitag, der 13. ist…. zum Glück ist alles gut gegangen…. so wie jedes Mal! 😜


Samstag, 14.3.2026

Fougères [fuʒɛʁ] (bretonisch Felger, gallo Feljerr) hat etwas über 20’000 Einwohner und liegt im Département Ille-et-Vilaine in der Region Bretagne. Am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Fougères die industrielle Schuhproduktion.

Fougères ist besonders wegen der malerischen Stadtmauer und dem Château de Fougères eine sehenswerte Stadt. Fougères war Grenzfestung zu Frankreich. Die Konstellation mit der Burg im Tal, der Stadt auf dem Berg und einer Stadtmauer, die Burg und Stadt miteinander verbindet, unterscheidet sich deutlich von der Anlage der anderen Grenzfestungen Rennes und Vitré.

Das ist unsere Stadtrunde heute…. 8.3 km

Maplibre | © OpenStreetMap | Map data © OpenStreetMap-Mitwirkende

Auf dem Weg in’s Stadtzentrum…. in der Rue Gustave Flaubert

Ecke Rue des Feuteries / Rue Alexandre III

Im Stadtzentrum…. Markt auf der Place Aristide Briand

Die Place Aristide Briand hiess früher Place d’Armes….

…. ein Monument en hommage aux femmes et aux enfants (Denkmal zu Ehren von Frauen und Kindern)

Auf diesem Denkmal, das in Form eines Menhirs gebaut wurde, um an die Bretagne zu erinnern, steht vorne die Skulptur einer Frau. Hinten schreibt ein Kind auf den Stein: An meine Ältesten, die für mich gekämpft haben. Er hält einen bretonischen Hut in der Hand und trägt eine Schusterschürze. Während des Krieges arbeiteten die Jugendlichen in den fünfzig Schuhfabriken in Fougères, um die in die Schlacht gezogenen Männer zu ersetzen. Das Denkmal ist vom Bildhauer Émile-Jean Armel-Beaufils.

Der Markt zieht sich durch die Rue Porte-Roger über die Place du Théâtre in die Rue Nationale

L’Artisan du temps (Handwerker der Zeit) nennt sich der Uhrmacher, der hier auch das kleine Musée de l’Horlogerie (Uhrenmuseum) betreibt.

Statue du Général Jean Ambroise Baston de Lariboisière

Les Vins et une Fourchette (Die Weine und eine Gabel)

Nachdem das Restaurant keine Webseite hat, habe ich die KI befragt:

Les Vins et une Fourchette ist ein französisches Restaurant in der Oberstadt von Fougères in der Bretagne. Das gemütliche Lokal hat sich vor allem auf Weine und Grillspezialitäten vom offenen Holzfeuer spezialisiert.

Grillen am Kamin: die feinen Fleischsorten werden direkt auf dem offenen Kaminfeuer im Speisesaal zubereitet.

Regionale Produkte: die Küche nutzt frische Zutaten aus der Region, die meist von Händlern im Umkreis stammen.

Weinauswahl: das Restaurant bietet eine grosse Auswahl von rund 150 Weinen an. Der Sommelier hilft Ihnen, den passenden Wein zum Essen zu finden.

Und woher stammt der etwas merkwürdige Name des Restaurants?

Der Name Les Vins et une Fourchette ist ein cleveres französisches Wortspiel.
Im Französischen klingt der Name fast genau wie ein bekanntes Märchen:

Das Wortspiel: wenn man Les Vins et une Fourchette laut ausspricht, hört es sich fast an wie Les Mille et une Nuits.
Das bedeutet übersetzt Tausendundeine Nacht.

Die Besitzer haben das berühmte Märchen aus dem Orient genommen und zwei wichtige Dinge für ein Restaurant eingebaut: Wein (Vins statt Mille) und eine Gabel (Fourchette statt Nuits). Der Name verspricht den Gästen also eine magische und märchenhafte Zeit beim Essen und Weintrinken.

Die Église Saint-Léonard de Fougères

Es ist eine Église paroissiale (Pfarrkirche) von mehreren in Fougères. Die Kirche Saint-Léonard wurde im 12. Jahrhundert von den Mönchen der Abbaye de Pontlevoy auf dem Plateau mit Blick auf das Château de Fougères errichtet. 

Spiegelungen der Kirchenfenster auf dem Boden

Jetzt nochmal ohne Leute im Bild! 😜

Neben und hinter der Kirche befindet sich der grosse Jardin Public de Fougères

Écho contre ciel (Echo gegen den Himmel) ist eine ikonische zeitgenössische Skulptur, die 2002 von dem bretonischen Künstler Marc Didou geschaffen wurde. Sie wurde von der Gemeinde erworben und steht seit 2018 am Eingang des Jardin Public de Fougères und bietet Spaziergängern ein künstlerisches Erlebnis.

Blick auf den tiefer liegenden Stadtteil….

…. links die Église Saint-Sulpice de Fougères, in der Mitte das Château de Fougères

Elle est le matin et l’orient (Sie ist der Morgen und der Orient) ist eine Skulptur des zeitgenössischen französischen Künstlers Denis Pondruel. Sie gehörte zu den Werken, die 2023 auf der Ausstellung Place aux arts in der Stadt Fougères präsentiert wurden. Diese originelle Kreation spielt mit geometrischen Formen, Hybridisierung und lädt Spaziergänger ein, das historische Erbe anders zu betrachten.

Denis Pondruel baut poetische Objekte. Er nennt sie oft Himmelsmaschinen. Seine Werke laden die Menschen ein, die Umgebung und die Landschaft ganz neu zu betrachten. Die Stadt Fougères fand das Kunstwerk so schön, dass sie es gekauft hat. Nun bleibt die Skulptur für immer im Stadtpark stehen.

Es ist sehr idyllisch in der Unterstadt

Maison de Savigny, ein Kulturzentrum

Das Château de Fougères

Angeln am Flüsschen Nançon (Länge etwa 20 km) in der Rue Fos Keralix

Die Porte Notre-Dame

Le Moulin du Château (die Mühle der Burg)

Eine Wassermühle mit vier Schaufelrädern, die sich am Eingang zum Schloss von Fougères, unterhalb des Pförtnerhauses, am Fluss Nançon befindet. Die Räder wurden 2013 restauriert, wobei die Hälfte der Kosten durch eine Spendenaktion finanziert wurde. Eines der Schaufelräder treibt einen Stromgenerator an, der 36 kWh Strom erzeugt und die Beleuchtung der Räder selbst sowie eines Teils der Conciergerie ermöglicht. Die als Les Quatre Moulins oder Moulin de la Tranchée bezeichnete Anlage soll die Gemeindemühle der Herren von Fougères gewesen sein. Diese Anlage erinnert zusammen mit dem nahegelegenen Gemeindebackofen an die Müllertätigkeit, die vom Mittelalter bis Mitte der 1940er Jahre fortbestand.

Photo by Daniel Jolivet, License CC BY 2.0
Photo by Chatsam, License CC BY-SA 3.0

Von links nach rechts:
Les tours (die Türme) de Coigny, de Coëtlogon (Ruinen), de Guémadeuc, de la Haye Saint Hilaire, du Hallay, de Plesguen und de la Trémoille (Porte Notre-Dame)

Photo by Couturier35, License CC BY-SA 4.0

In der Rue de la Pinterie

Mittagessen gibt’s im La Maison du Sarrasin in der Rue de la Fourchette, einer aussergewöhnlich schönen Crêperie mit tollem Ambiente und herrlicher Aussicht….

…. wir hatten Galettes norvegiennes mit Lachs….

…. und als Dessert eine Dame de Orange…. sensationell….

…. ich hätte bei Google gern ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne gegeben…. aber es gehen nur ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ ! 🤩

Die Aussicht auf die Oberstadt ist phantastisch!

Man sieht auf den Beffroi de Fougères, einen Tour horloge (Uhrturm), der ab dem Ende des 14. Jahrhunderts in der Altstadt von Fougères erbaut wurde. Obwohl er kein Zifferblatt besitzt, verfügt dieses Bauwerk über eine Glocke und Glocken, die seit über sechshundert Jahren den Rhythmus des Lebens in der Stadt Fougères bestimmen.

Blick auf die Église Saint-Léonard de Fougères

Das war die Aussicht von unserem Sitzplatz im Restaurant…. jetzt sind wir wieder draussen!

Aussicht von den Jardins de la Pinterie in der Rue de la Pinterie

Blick nach unten in die Rue de la Pinterie

An der Place du Théâtre

Das Théâtre Victor Hugo

Statue du Marquis Armand Tuffin de La Rouërie…. er war ein französischer Soldat, Held des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges und Organisator der bretonischen Vereinigung.

Eine sehr schöne Stadt! Und wieder ist ein weisser Fleck auf unserer Bretagne-Karte verschwunden….

…. morgen geht’s weiter nach Vitré und Rennes.

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