Kurzbesuch in Halle (Saale)


Auf der Durchreise nach Norden mache ich am 29. Oktober 2019 einen kurzen Halt in Halle (Saale), meiner Geburtsstadt. Obwohl ich in Halle „nur“ die ersten vier Jahre meines Lebens verbracht habe, zieht es mich doch immer wieder dorthin. Eine emotionale Bindung an die Stadt besteht natürlich und ausserdem lohnt sich ein Besuch immer, denn Halle hat sehr viele Sehenswürdigkeiten.

Erster Anfahrtspunkt ist immer der Wohnmobilstellplatz an der Fährstrasse. Es ist ein gemischter Parkplatz und offiziell sind es nur drei Stellplätze, aber es werden auch mehr Wohnmobile toleriert…. wenn genug Platz ist! Diesmal habe ich Glück, ich bin der erste auf dem Stellplatz.

Direkt vor dem Stellplatz ist eine Tramhaltestelle, die Linien 7 und 8 fahren in die Stadt, in etwa 10 Minuten ist man am Marktplatz.

Das offizielle Wappen der Stadt darf ich hier nicht verwenden, aber so sieht es aus:

Infos zum Wappen der Stadt gibt’s auf dieser Webseite!
„Nun, so baut in Gottes Namen mit Wasser und Holz“, rief der Bischof, „und es leuchte Euch Sonne, Mond und Sterne“. Und zum Andenken an jenen Ausspruch finden sich noch heute im Wappen Sonne, Mond und Sterne.

Der Marktplatz ist der zentrale und historisch bedeutsame Hauptplatz in der Altstadt von Halle (Saale). Er gilt als einer der grössten Marktplätze Deutschlands. Hier ist eine Webcam vom Marktplatz!

Blumenmeer am Marktplatz zum Gedenken an den antisemitischen Anschlag vom 9. Oktober 2019.

Gleich an der Tramhaltestelle (Tram versteht dort niemand, das heisst hier Strassenbahn! 🙂 ) zwischen Rotem Turm und der Marktkirche ist die Abfahrt der Hallunken-Schunkel. Bei folgenden Sehenswürdigkeiten sind Haltestellen: Marktplatz, Hallmarkt, Neue Residenz, Dom zu Halle, Kunstmuseum Moritzburg, Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften), Botanischer Garten, Gedenkstätte „Roter Ochse“, Volkspark, Riveufer mit Saale, Giebichenstein-Brücke, Saalepromenade (Emil-Eichhorn-Strasse), Oberburg Giebichenstein, Bergzoo Halle, Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, Universitätsplatz, Oper Halle (Saale), Franckesche Stiftungen, Eselsbrunnen und Alter Markt. 

Fast hätte ich eine Rundfahrt gemacht, aber dann sehe ich Leute auf der Brücke zwischen den „Hausmannstürmen“ der Marktkirche. Das will ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Es ist sonniges Herbstwetter und die Aussicht von oben verspricht tolle Ausblicke. Es sind ja nur 260 Stufen! 🙂

Die Marktkirche Unser Lieben Frauen, auch Marienkirche genannt, ist die jüngste der mittelalterlichen Kirchen der Stadt Halle (Saale) und zählt zu den bedeutendsten Bauten der Spätgotik in Mitteldeutschland. Ihre vier Türme bilden zusammen mit dem Roten Turm das Wahrzeichen der Saalestadt, der Stadt der fünf Türme. Die Kirche feierte im Jahr 2004 ihr 450-jähriges Bestehen.

Die Sanierung der Kirche in den Jahren 1968 bis 1983 war eine der grossen denkmalpflegerischen Instandsetzungen und Restaurierungen der DDR. Die Arbeiten erfolgten unter Leitung des Instituts für Denkmalpflege. Man entschied sich, das Erscheinungsbild des 16. Jahrhunderts weitestgehend wiederherzustellen.

Das Innere der Kirche wirkt auf mich ziemlich düster und trist.

Eine Besichtigung der Hausmannstürme mit Führung ist unbedingt zu empfehlen, die Aussicht von oben ist grandios! Und mit dem Ticket gibt’s hinterher noch einen gratis Kaffee im Halloren Café im Marktschlösschen nebenan, wenn man ein Stückchen Kuchen isst…. aber das ist bestimmt keine Strafe! 🙂

Der schiefe Turm des Stadthauses

Der Rote Turm

Das Marktschlösschen neben der Kirche, dort befinden sich die Tourist-Information und das Halloren Café.

Blick Richtung Buna-Werke in Schkopau, ca. 20 km entfernt.

Früher bekamen wir häufig Post aus der DDR mit diesem Sonderstempel: Plaste und Elaste aus Schkopau!

Ein tolles Licht!

Halle ist die Händelstadt. Georg Friedrich Händel wurde am 23. Februar 1685 in Halle (Saale) geboren. Er war der bedeutendste Komponist des Barocks und erster deutscher Musiker von Weltruf.

Aussicht vom Dinea Café und Restaurant im 4. Stock des Galeria Kaufhauses.

Ein schöner Nachmittag am Marktplatz in Halle (Saale). Abendessen gibt’s in der Nähe vom Stellplatz im „Krug zum grünen Kranze„, ein Restaurant mit historischem Hintergrund aus der Zeit der Romantik. Dort entstand das deutsche Volkslied „Im Krug zum grünen Kranze“.

Im Krug zum grünen Kranze
Da kehrt’ ich durstig ein:
Da saß ein Wandrer drinnen
Am Tisch bei kühlem Wein.

Ein Glas war eingegossen,
Das wurde nimmer leer;
Sein Haupt ruht’ auf dem Bündel,
Als wär’s ihm viel zu schwer.

Ich thät mich zu ihm setzen,
Ich sah ihm ins Gesicht,
Das schien mir gar befreundet,
Und dennoch kannt’ ich’s nicht.

Da sah auch mir ins Auge
Der fremde Wandersmann,
Und füllte meinen Becher,
Und sah mich wieder an.

Hei, was die Becher klangen,
Wie brannte Hand in Hand:
»Es lebe die Liebste deine,
Herzbruder, im Vaterland!«

Noch ein lustige Geschichte:
Auf der Speisekarte steht „Saftiges Schnitzel „Bern“ vom Schwein oder Kalb“…. sowas gibt’s gar nicht. Ich frage also den Kellner, der wusste es nicht und er fragte dann den Koch.
Des Rätsels Lösung: es hiess früher Schnitzel „Bearnaise“, aber den Namen durften sie nicht mehr verwenden, weil keine Sauce Bearnaise dran war. Um die Stammgäste nicht zu verwirren, haben sie es kurzerhand „Bern“ genannt. Eine pragmatische Lösung! 🙂

Ich esse übrigens das Tatar vom Rind…. sehr lecker!

Kategorien:Allgemein

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