12. Tag: València…. Ciutat de les Arts i les Ciències

Montag, 6.1.2020

Heute fangen wir an, das nachzuholen, was wir im Jahr 2018 nicht geschafft hatten, u. a. die Besichtigung der Ciutat de les Arts i les Ciències (span. Ciudad de las Artes y las Ciencias, dt. Stadt der Künste und der Wissenschaften). Mit der Buslinie 25 geht’s direkt vom Campingplatz zur Haltestelle 2053 (Professor López Piñero – Museu de les Ciències), Dauer eine knappe halbe Stunde. Die nächste Haltestelle 2054 geht aber auch, das Gelände ist gigantisch gross! Der Fahrpreis ist mit 1,50 € pro Person und Fahrt recht günstig.

Am Palau de les Arts Reina Sofía treffen wir uns mit Mar la aus Sofia, einer Freundin aus Regulas Spanischgruppe, die seit einigen Jahren in València lebt. Mar la wird uns Einiges über València erzählen und uns gute Tipps geben, was wir alles besichtigen sollten / könnten / unbedingt müssten! 😀

Die Ciutat de les Arts i les Ciències wurden von den spanischen Architekten Santiago Calatrava (Zürich) und Félix Candela entworfen. Wenn man einen Blick auf die Projekte von Santiago Calatrava wirft…. sehr beeindruckend!

Die Ciutat de les Arts i les Ciències besteht aus folgenden Gebäuden:
L’Hemisfèric, IMAX-3D-Kino, Planetarium und Laserium
Museu de les Ciències Príncipe Felipe, dreistöckiges, interaktives Wissenschaftsmuseum
L’Oceanogràfic, mit 110.000 m² das grösste Aquarium Europas
Palau de les Arts Reina Sofía, extravagante Oper und Musikpalast mit vier Sälen
L’Umbracle, eine Grünanlage, die als Zugangsbereich zur Ciutat de les Arts y les Ciències geplant wurde
L’Àgora, ein multifunktionelles Veranstaltungszentrum
Pont de l’Assut de l’Or, eine Schrägseilbrücke, deren 125 Meter hoher Pylon den höchsten Punkt der Stadt bildet.

Zunächst ist man förmlich erschlagen, wenn man sieht, was hier auf etwa 2 km Länge im ehemaligen Flussbett des Turia gebaut wurde. Ok…. man sollte natürlich ein Faible für moderne Architektur haben! Aber wenn man bedenkt, dass Architekten heute fast nur noch eckig mit Beton, Stahl und Glas bauen können, dann ist der Anblick schon eine Wohltat für die Augen!

Zum Vergleich die Architektur auf der anderen Seite der Plaça de la Marató

Es ist das grösste Opernhaus Europas!

Das L’Hemisfèric wurde, wie das Palau de les Arts von Santiago Calatrava entworfen und 1998 als erstes Gebäude der Stadt der Künste und Wissenschaften im trockengelegten Flussbett des Turia eröffnet. Der Architekt konzipierte das Gebäude als überdimensionales menschliches Auge – das Auge der Weisheit, welches die audiovisuellen Erfahrungen der Besucher beim Betrachten der Vorführungen symbolisieren soll.

L’Umbracle (valencianisch für „Sonnendach“ bzw. „Schattenhaus“) 

Die Eingänge über eine Länge von 320 Meter!

Das Museu de les Ciències Príncep Felip, ist ein beeindruckendes Gebäude mit Exponaten und interaktiven wissenschaftlichen Ausstellungen.

Diese grossen farbigen Skulpturen gehören zur Ausstellung „My Secret Garden Valencia“ von Arne Quinze.

Das Museum von innen….

…. und einige Exponate!

Die Sonderausstellung „Sie haben die Formel“ lädt zum Andenken ein, dass 2019 das Internationale Jahr des Periodensystems war. Es wird die Arbeit der Frauen zeigt, die sich dem Studium der Chemie von der Antike bis zur Gegenwart gewidmet haben. Hier kann man ein dreisprachiges PDF dazu herunterladen.

Die gesamte Ausstellung beschreibt die Arbeit von 39 Frauen, von Tapputi-Beletakallim (1200 v. Chr.), die als erste Chemikerin der Geschichte gilt, bis hin zu vielversprechenden jungen Frauen von heute wie Cristina Nevado.

Palau de les Arts

Mar la, die uns bis jetzt grossartig durch die Ciutat de les Arts i les Ciències geführt hat, muss sich für heute leider von uns verabschieden! Und für uns ist es Zeit für eine kleine Stärkung. Auf der anderen Seite des Jardín del Turia ist am Carrer de Menorca das Einkaufszentrum Aqua Multiespacio…. die Geschäfte haben zwar zu, aber die Restaurants sind offen. Und die Aussicht ist auch nicht schlecht!

Die Pont de l’Assut de l’Or ist eine architektonische Beigabe von Santiago Calatrava zur Ciutat de les Arts i les Ciències. Der Pfeiler der aus Stahl und Beton gebauten Brücke ragt 125 m hoch auf und ist mit 29 Stahlseilen verbunden, die in Harfenform angeordnet sind.
Im Volksmund wird der gebogene Pfeiler jamonero genannt, denn es erinnert die Spanier an die geschwungene Halterung, in den man den getrockneten Schinken spannt, um die leckeren Jamón-Serrano-Scheiben zu schneiden.

Das L’Àgora ist ein multifunktionelles Gebäude, das als Austragungsort verschiedener sportlicher und kultureller Veranstaltungen genutzt wird. Es wurde wie die meisten anderen Gebäude in der „Stadt der Künste und Wissenschaften“ vom valencianischen Architekten Santiago Calatrava entworfen und wurde im November 2009 als bisher letztes Gebäude des neuen Stadtteils eröffnet.

Der Vollständigkeit halber…. das L’Oceanogràfic schenken wir uns…. uns reicht’s für heute. Es wäre sehr sehenswert, hat uns jemand im Bus erzählt. Wir heben uns das für einen Tag mit schlechtem Wetter auf…. der aber während unseres Aufenthalts in València zum Glück nicht kommt! 😀

Die Fotos sind alle von aussen entstanden

Die riesige Voliere

Ein letzter Blick für heute auf L’Umbracle und das Museu de les Ciències, bevor es mit dem Bus zurück zum Campingplatz geht!

In einem Architekturform habe ich gelesen, dass jemand die Ciutat de les Arts i les Ciències etwas ironisch, aber auch anerkennend als „Señor Calatravas Spielwiese“ bezeichnet hat. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Jørn Utzon zu seinen architektonischen Vorbildern gehört.

Die Fotos sind im Herbst 2006 auf unserer Reise nach Australien entstanden!

Ein 4K Video der Ciutat de les Arts i les Ciències

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.