43. und 44. Tag: Zarautz, Getaria und Zumaia

Samstag, 11.6.2022

Heute ist es im Gegensatz zu gestern trüb…. Regen ist zwar nicht angesagt, aber man weiss ja nie! Wir wollen eine Wanderung nach Zumaia machen, da waren wir am Anfang unserer Reise am 7.5.2022 schon einmal, allerdings sind wir damals von Itxaspe aus Richtung Osten gelaufen, heute geht’s Richtung Westen. Die einfache Tour ist knapp 15 km, das ist also zu schaffen! 😀

© Mapbox / Map data © OpenStreetMap

Man sieht’s…. der blaue Himmel von gestern fehlt!

Zum Glück haben wir einen anderen Weg als gestern gewählt…. über die Promenade ist heute kein Durchkommen!

Narros Jauregia (span. Palacio de Narros) aus dem 16. Jh.

Königin Isabel II de España nutzte den Palast als Sommerresidenz. Dies bedeutete die Geburt von Zarautz als touristisches Mekka des Mar Cantábrico, da ihr Aufenthalt dort jedes Jahr zahlreiche Adelige aus Europa mit ihrem Gefolge anzog.

Photo by Theklan, License CC BY-SA 4.0

Itsas Lema…. Homenaje a los Astilleros Txiliku (dt. Hommage an die Txiliku-Werft)

Juanjo Gurrea Txanka ist ein autodidaktischer Bildhauer, der Holz, Stein und Eisen verwendet, wobei das letztere Element eng mit seiner langjährigen Arbeit in der Metallurgie verbunden ist.

Im Jahr 1982 zog er nach Zarautz, wo er den grössten Teil seines Werks schuf. In seinem Atelier freundete er sich mit dem Maler Ricardo Macarrón an und lernte die Bildhauer Palmiro Haro und Jorge Oteiza kennen, die ihn mehrmals besuchten und sich für seine Arbeit interessierten.

Itsas Lema wurde für den Aussichtspunkt am Ende der Uferpromenade von Zarautz in der Nähe des Narros-Palastes entworfen, da sich dort im Jahr 1620 die Txiliku-Werft befand, die sich dem Bau von Schiffen, Lastkähnen und Txalupas (Schaluppen) widmete. In den Archiven ist vermerkt, dass in diesen Werften viele Galeonen gebaut wurden, weshalb der Autor als Hommage an den Schiffbau einen wichtigen Teil des Schiffes, das Ruder, zum Gegenstand seiner Skulptur macht. Die Skulptur aus Corten-Stahl hat eine rötlich-braune Patina, die durch Rost verursacht wird, aber dieser Rost schreitet nicht weiter voran, sondern schützt das Innere des Werks und verhindert seinen Verfall. Die von einem Betonsockel getragene Skulptur hat eine Höhe von 5.5 m und besteht aus drei Modulen, einem festen und zwei beweglichen, die es ermöglichen, das Werk aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Diese Bewegung kann manuell durch Drehen des unteren Teils des Ruders ausgeführt werden.

Blick zurück auf Zarautz etwa auf halber Strecke nach Getaria

Der Start für’s Schwimmen des Triatlón de media distancia (dt. Halb-Distanz-Triathlon)

Das offizielle Video des Triathlons, man sieht auch den Start in Getaria

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Es ist voll in Getaria…. wir haben knapp die Hälfte unseres Weges geschafft und halten uns hier nicht lange auf.

Hinter Getaria wird es einsam auf dem Wanderweg…. der Weg führt auf der Route des Camino del Norte oder auch Küstenweg genannt über kleine Dörfer im Hinterland, vorbei an scheinbar verlassenen Bauernhäusern….

…. Herbergen für Pilger….

…. und Bodegas (dt. Weingüter)…. hier gedeiht der Txakoli….

…. und in Getaria im Ortsteil Askizu steht die Pfarrkirche San Martín de Askizu

Es handelt sich um ein Kleinod der Gotik in Gipuzkoa. Dieses Gebäude enthält mehrere Elemente, die als erstes Beispiel für diesen Stil in dieser Region gelten. Es ist ein Gebäude, das aus einem einzigen Schiff besteht und bei dem ausser dem weitläufigen Portikus mehrere Abschnitte mit Gewölben hervorstechen, die Zwischenrippen aufweisen. Die Wände und Gewölbe bestehen aus Quadersandstein. Bei archäologischen Ausgrabungen, die auf dem frühmittelalterlichen Friedhof San Martin im Jahre 2007 erfolgten, wurden in Felsen gehauene Gräber entdeckt, die in Gipuzkoa einzigartig sind.

Blick auf die N-634, die Santiago de Compostela mit Donostia-San Sebastián verbindet, hier unten ist es die Strasse zwischen Getaria und Zumaia….

…. und langsam kommt unser Zielort Zumaia in Sicht…. zum Glück geht’s jetzt nur noch bergab! 😀

Die Mündung des Río Urola ist gleichzeitig die Hafeneinfahrt von Zumaia (span. Zumaya)

Die Werft Astilleros Balenciaga wurde 1921 an den Ufern des Flusses Urola gegründet und begann mit dem Bau von hölzernen Fischereifahrzeugen. Seitdem hat sich das Unternehmen im Laufe seiner Geschichte immer wieder an die Bedürfnisse des Marktes angepasst und so seine Auftragslage diversifiziert.

Balenciaga hat sich auf den Bau von Fischereischiffen, Bergungsschleppern (Tug & Salvage) und Schiffen für Offshore-Einsätze bei Windanlagen und in der Öl- und Gasförderung spezialisiert. Die norwegische Reederei Edda Wind hat hier mehrere Schiffe geordert, darunter die Edda Brint, die einen emissionsfreien Betrieb mit einem wasserstoffbasierten Antriebssystem gewährleistet.

Ein Schiff ist noch in Bau, wie rechts im Dock zu sehen ist….

…. die Edda TBN416

Wie bei unserer Wanderung am 7.5.2022 kehren wir zum Essen in die Bar Gure Txokoa ein…. einfache, aber wohlschmeckende baskische Küche, leckere Tapas, süffiges Bier…. helles Lager und dunkles Tostada….

…. mittlerweile hat es angefangen zu regnen…. der gleiche freundliche Taxifahrer wie am 7.5.2022 bringt uns zurück zum Campingplatz. Schluss für heute! 😀


Sonntag, 12.6.2022

Heute machen wir…. nichts, nothing, rien, niente, nada, 何でもない*…. fauler Tag! 😀

* = japanisch

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