9. Tag: Mit dem i3 nach Chur, Arosa, Flims und zum Crestasee

Sonntag, 23.8.2020

Sehr freudig gespannt übernehmen wir nach dem Frühstück den BMW i3. Es ist unsere erste Fahrt mit einem Elektroauto. Die Reichweite ist ca. 180 km, das ist sicher genug. Und wir sind angenehm überrascht, wie gut sich die «Kiste» fährt!

Diese Route fahren wir heute: zuerst nach Chur, dann nach Arosa, Flims und zum Schluss zum Crestasee.

Map data ©2020 Google

Wir kennen die Innenstadt von Chur noch nicht. Chur (rätoromanisch Cuira) ist die Hauptstadt des Kantons Graubünden sowie der Region Plessur. Im lokalen Dialekt wird der Name als [ˈkʰuːr] ausgesprochen, in anderen deutschen Mundarten Graubündens sowie überhaupt in der Schweiz als [ˈxuːr]. Die bündnerromanischen Aussprachen sind Cuira (Rumantsch Grischun), Cuoira (Vallader),  Cuira (Puter), Cuera (Surselvisch), Cuira (Sutselvisch), Coira oder Cuoira (Surmeirisch), sowie it. Coira, fr. Coire und mittellateinisch Curia R(h)aetorum. Alles klar? Ganz schön kompliziert! 😀

Chur ist die älteste Stadt der Schweiz. Ausgrabungen belegen, dass bereits in der Mittelsteinzeit um 11’000 v. Chr. in dem Gebiet gesiedelt wurde. Nachdem die Römer im Jahre 15 v. Chr. Rätien erobert hatten und zur Provinz Raetia machten, entstand im Welschdörfli eine bäuerlich-gewerbliche Siedlung. In spätrömischer Zeit (3.-5. Jh. n. Chr.) existierte ein Kastell. Bereits im 4. Jh. n. Chr. entwickelte sich das Bistum Chur, bei dem es sich um das erste Bistum nördlich der Alpen handelt.

Arcas mit Blick auf die Reformierte Martinskirche

Der Arcas ist der wohl schönste Platz in Chur. Umrahmt von historischen Häuserzeilen und gesäumt von mehreren Cafés und Restaurants versprüht er ein spürbar mediterranes Ambiente. 

Inschrift von Johann Baptista von Tscharner (1751-1835) nahe dem Metzgertor

Die Reformierte Martinskirche….

…. am St. Martinsplatz

Modell der Altstadt bei der Martinskirche

Hier kann man sich eine 360° Panoramatour der Altstadt von Chur anschauen

Das Rätische Museum

Oberer Spaniöl

Der Bischöfliche Hof mit Blick zum Eingang der Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt

Da tauchen die von Planta wieder auf!

Schöne Wirtshausschilder und bemalte Häuser in der Altstadt

Das Neue Gebäu (auch geläufig Graues Haus aufgrund der grauen Fassaden) am Regierungsplatz mit dem Vazerol-Denkmal, das an das Jahr 1471 erinnert, das Datum, an dem sich die Drei Bünde in Vazerol bei Brienz (rätoromanisch Brinzauls) zusammenschlossen. Dementsprechend ist das Denkmal als dreiseitige Skulptur konzipiert: jede Seite ist einem der Bünde
(dem Gotteshausbund (rätoromanisch Lia da la Chadé), dem Oberen oder Grauen Bund (rätoromanisch Lia Grischa und dem Zehngerichtebund (rätoromanisch Ligia da las diesch dretgiras)

Noch ein paar Impressionen aus der Altstadt und dem Fontanapark

Das Alte Gebäu am Fontanapark

Wir beenden unseren Rundgang durch Chur, die Stadt gefällt uns sehr gut! Weiter geht’s nach Arosa, wo wir uns nur sehr kurz aufhalten…. es ist uns dort zu touristisch.

Map data ©2020 Google

Das Haus Hold, auf dem Bild oben ist es so noch in Google Maps zu sehen, wurde im Hundertwasser-Stil renoviert

Auf der Rückfahrt nach Chur

Von Chur aus fahren wir über Tamins und Trin nach Flims (rätoromanisch Flem)…. genauso touristisch wie Arosa, nur noch voller. Wir fahren zurück nach Trin und biegen dort ab zum Crestasee (rätoromanisch Lag la Cresta).

Skurril: 1805 soll der See von grossen Hechten bevölkert gewesen sein, die allerdings nicht geangelt, sondern vom Ufer aus mit Schrot geschossen wurden und von Hunden an Land geholt wurden. Das Angeln wurde durch zahlreiche Baumstämme im Wasser verhindert.

Die Rückfahrt machen wir auf der anderen Rheinseite über Bonaduz und Rhäzüns nach Thusis. Und der BMW i3? Der hat super durchgehalten, beschleunigt ausgezeichnet, fährt sich top und hat am Schluss noch etwa 50 km Reichweite. Wir sind sehr zufrieden…. lediglich die Innenausstattung finden wir etwas «ärmlich»!

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