Vom Hinterrheintal in’s Valle Maggia

Montag, 24.8.2020

Wir wollen eigentlich über Bergün und den Albulapass an La Punt, Samedan und St. Moritz vorbei nach Sils im Engadin…. eigentlich! 😀

Map data ©2020 Google

Über Bergün (rätoromanisch Bravuogn) geht’s auf den Albulapass (rätoromanisch Pass d’Alvra) 2312 m ü. M. (lt. Schild 2315 m). Landschaftlich ist das eine wunderschöne Gegend. Auch das Wetter passt! Oben auf der Terrasse vor dem Albula Hospiz gibt’s einen kleinen Imbiss.

Der Albula Trail mit dem Mountainbike

Dass die Fahrt länger wird als geplant, liegt daran, dass am Silvaplanasee Engadinwind 2020 stattfindet, der Surf und Kite Marathon ist die älteste Windsurfregatta der Welt…. alle Camping- und Stellplätze in der Umgebung sind voll…. Pech! 😯 🙁

Wir möchten nicht irgendwo in der Pampa frei stehen, also entscheiden wir uns, gleich zu unserem nächsten Ziel in’s Tessin zu fahren. Die Strecke führt über Maloja (rätoromanisch und lombardisch Malögia) am Malojapass (italienisch Passo del Maloggia, rätoromanisch Pass da Malögia) hinunter in’s Bergell.

Der Malojapass ist ein 1812 m ü.d.M. hoch gelegener Pass, der innerhalb des Kantons Graubünden das Bergell mit dem Engadin verbindet und die Albula- von den Bernina-Alpen trennt. Er liegt auf der Wasserscheide zwischen Donau und Po, die wenig nordwestlich beim Pass Lunghin von der Europäischen Hauptwasserscheide (Rhein) abzweigt.

Auf dem Foto sieht man das Schild «Festung Maloja», das ist die Sperrstelle Maloja (Armeebezeichnung Nr. 1232). Das Tourismusprojekt «Mythos Festung Engadin» hat durch den gemeinnützige Verein Pro Castellis die Sperrstelle Maloja und weitere Festungen im Engadin saniert und erhalten und das Hauptwerk Maloja Kulm (A 7678) als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Fahrt durchs Bergell (im Bergeller Dialekt Val Bargaia, italienisch Val Bregaglia, rätoromanisch Val Bregaglia), das Tal der oberen Mera (im Bergeller Dialekt Maira) zwischen dem Malojapass (1812 m ü.d.M.) und Chiavenna (lateinisch und rätoromanisch Clavenna, lombardisch Ciavéna, deutsch Cläven, Cleven oder Kleven) (333 m ü. M.) ist traumhaft schön. Für längere Aufenthalte ist leider keine Zeit und in Italien wollen wir schon gar nicht aus dem Auto aussteigen…. Corona Hotspot! 🙁

Nach Ciavenna geht es ein Stück am Comer See (Schweizer Schreibweise Comersee, italienisch Lago di Como, lombardisch Lagh de Comm, deutsch seltener auch Comosee, veraltet Chumer See, italienisch auch Lario, lateinisch Lacus Larius) entlang, danach dem Luganersee oder Lago di Lugano, auch Ceresio (eine Italianisierung des lateinischen Namens Ceresius), oder deutsch veraltet Lauisersee (nach der früheren deutschen Bezeichnung Lauis für Lugano), entlang nach Lugano. Vorbei am Lago Maggiore, italienisch auch Lago Verbano (von lateinisch Lacus Verbanus), lombardisch Lagh Maggior, in der Schweiz deutsch Langensee, das Valle Maggia (deutsch Maggiatal, früher Meiental, Mayenthal) hinauf bis nach Gordevio.

Dort beziehen wir unser Quartier auf dem TCS Camping Gordevio Maggiatal für die nächsten Tag. Der Platz ist sehr gut besucht, aber wir haben den Eindruck, dass die Corona-Regeln ganz gut befolgt werden. Auch hier kann ein BMW i3 für CHF 50,00 pro Tag gemietet werden, wir lassen uns das Fahrzeug für den kommenden Donnerstag reservieren.

Zum Abendessen bietet das Ristorante Pizzeria Bellariva direkt neben dem Campingplatz eine grosse Terrasse, genügend Abstand zum Nachbartisch, aufmerksames und freundliches Personal und eine gute Küche.


Dienstag, 25.8.2020 und Mittwoch, 26.8.2020

Wir verbringen die Tage mit Faulenzen, Spaziergängen in der näheren Umgebung und abends «testen» wir die umliegenden Grotti. 😀

Steine gibt’s am Flusslauf mehr als genug! 😀

Am Dienstagabend geht’s in’s Antico Grotto Mai Morire, eine knappe halbe Stunde Fussmarsch vom Campingplatz entfernt. Unser Tessiner «Standardmenü» gibt’s normalerweise in jedem Grotto: Brasato al Merlot con Polenta, Rindsbraten in Tessiner Rotwein geschmort mit Polenta, diese meist aus einem grossen Kessel über dem offenen Feuer gekocht. Dazu einen süffigen regionalen Merlot und die angenehme Atmosphäre in diesen Gärten und alten schattenspendenden Bäumen…. sehr fein!

Polenta e brasato und Polenta e ossobuco di vitello…. Rindsbraten und Kalbshaxe!

Am Mittwoch ist eine Affenhitze bei der man freiwillig den Schatten sucht! 😀

Abends geht’s in die gleiche Richtung wie gestern, etwa 100 m davor liegt das Grotto al Bosco, etwas teurer als gestern, das Essen ist mit mehr Pfiff zubereitet und angerichtet. Der Garten ist kleiner, aber auch hier sitzt man sehr schön unter den Bäumen.

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