9. und 10. Tag: Über Cabo de Gata nach Torre del Mar

Montag, 20.9.2021

Wir wollen wieder etwas vorwärts kommen und nehmen zunächst von Cartagena aus die AP-7, verlassen die Autopista, um in Águilas vorbeizuschauen, das erweist sich jedoch als sehr touristisch, wir halten uns nicht lange auf und fahren weiter.

Map data ©2021 Google

Bei Venta del Pobre tanken wir und verlassen die AP-7, die mittlerweile mit der A-7 identisch ist und nehmen die landschaftlich schöner gelegene N-341 und die AL-5106. Kurz vor Agua Amarga schickt uns das Navi bei Los Malenos auf eine namenlose, aber recht gute Strasse nach Fernán Pérez, von wo aus wir die AL-3106 Richtung Las Negras nehmen, aber in Las Hortichuelas auf die AL-4200 nach La Isleta del Moro abbiegen. Das hört sich kompliziert an…. ist es aber nicht! 😀

Die Küstenlinie des Cabo de Gata ist zerklüftet und wird im Hinterland von Bergen begrenzt (Sierra del Cabo de Gata, Sierra de la Higuera). Die höchste Erhebung des Gebiets ist der Pico de los Frailes mit 493 Metern, ein erloschener Vulkan.

Da die Vegetation wegen des für europäische Verhältnisse sehr warmen und trockenen Klimas (2900 Sonnenstunden pro Jahr) einzigartig ist, besitzt die Gegend den Status eines Biosphärenreservats. 

Mirador de la Amatista (Aussichtspunkt)

La Isleta del Moro, ein kleines Fischer- und Touristendorf liegt in der Nähe von Los Escullos, neben einem kolossalen Felsen und einem Inselchen, das diesem Dorf den Namen gegeben hat. Es befindet sich im Naturschutzpark Parque Natural del Cabo de Gata-Ní­jar.

Blick auf die Salinen von Cabo de Gata

In Cabo da Gata haben wir die Wahl zwischen einem vermutlich illegalen Stellplatz am Strand zwischen dem Ort und dem Torreón de San Miguel, dem Wohnmobilstellplatz Camper Area Cabo de Gata, der etwas abseits bei Pujaire liegt und dem Camping Cabo de Gata, der zwar auch etwas abseits liegt, aber über ein gutes Restaurant verfügt.

Bei den Überlegungen, welchen Platz wir nehmen, stellen wir fest, dass unser Abwasserschlauch vom Waschbecken im Bad gebrochen ist…. und das ausgerechnet an einer Stelle, für die unser Stück Ersatzschlauch zu kurz ist. 😡

Wir beseitigen die Überschwemmung im Fahrzeug und fahren dann auf den Campingplatz. Für die nächsten Tage können wir das Waschbecken im Bad nicht benutzen…. jetzt müssen wir Händewaschen und Zähneputzen am Waschbecken in der Küche machen…. als Provisorium geht das schon mal!


Dienstag, 21.9.2021

Am Morgen fahren wir zuerst zum Leuchtturm Faro de Cabo de Gata…. die Aussicht ist schön, aber das Gelände ist abgesperrt….

…. daher halten wir uns nicht lange auf und fahren weiter Richtung Málaga.

Map data ©2021 Google

Am Ortsrand von Almería stoppen wir kurz, als wir einen Baumarkt sehen, aber leider Fehlanzeige…. den passenden Schlauch haben sie leider nicht. Wir kennen die Gegend von unserer Reise 2018 und überlegen, ob wir in Almerimar Station machen sollen, aber wir fahren weiter.

Das Mar de plástico ist weder optisch noch ökologisch noch sozial ein Ruhmesblatt für Spanien. Es ist die weltweit grösste Anbaufläche unter Folie. Pro Jahr werden etwa 3 Mio. Tonnen Treibhausgemüse produziert. Dieses Gebiet um das Zentrum des Gemüseanbaus El Ejido erstreckt sich über eine Länge von ca. 50 km von Aguadulce bis El Lance de la Virgen! 😯

Map data ©2021 Google

Bei Castell de Ferro verlassen wir die A-7 und fahren auf der N-340 weiter, die weitgehend der Küste folgt. Hier durchfahren wir einige bekannte Orte wie Salobreña, Almuñécar, die Industriestadt Motril lassen wir rechts liegen. Die Gegend ist sehr touristisch, zwischen den Orten sind teils riesige Trabantenstädte für den Tourismus entstanden (span. Urbanisación). Nerja soll unser nächstes Ziel sein, die Stadt hat einige Sehenswürdigkeiten…. aber zum Übernachten ist es uninteressant, der Campingplatz ist weit ausserhalb der Stadt. Und einen Parkplatz für unseren Camper? Leider Fehlanzeige. So müssen zwei «geklaute» Bilder des Balcón de Europa reichen! 😀

Photo by Olga1969, License: CC BY 4.0
© Hotel Balcón de Europa

Wir fahren die N-340 noch ein Stück weiter nach Torre del Mar. Unterwegs sehen wir einige «Pop-Up-Stellplätze», aber zumeist an entweder lauten oder unattraktiven Lagen. Torre del Mar ist zwar auch sehr touristisch, hat aber einen grossen Vorteil: der Camping Torre del Mar liegt am Ortsrand direkt an der Uferpromenade, der Paseo Marítimo de Poniente. Der Platz ist ok…. aber kaum Durchgangstouristen, sehr viele Überwinterer!

Bei den Überwinterern sieht das so aus! 😀

Wir dachten zuerst, die Leute hätten vielleicht Tiere dabei…. aber haben sie nicht, sie haben sich komplett «eingemauert», der Zaun ist sogar mit einer Gartentür….

Abendessen gibt’s in der Pizzeria El Horno…. sehr leckere Pizzen und Salate…. und gutes Bier!

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