33. Tag: Granada…. Tag 1

Donnerstag, 14.10.2021

Warum nehmen wir für diesen Tag als Logo nicht die berühmteste Sehenswürdigkeit von Granada, die Alhambra? Am 15.3.2018 waren wir schon mal in Granada und haben uns an diesem Tag nur die Alhambra, und nicht die Stadt selbst, angeschaut. Das wollen wir heute nachholen.

Die Busverbindung von Güéjar Sierra funktioniert super, der Bus fährt pünktlich an der Haltestelle vor dem Campingplatz ab.

Endstation des Busses Linie 390 (von Güéjar Sierra nach Granada und zurück) ist der Paseo de los Basilios am Ufer des Río Genil nahe der Puente Romano. Nach Überqueren der Brücke ist man eigentlich schon im Stadtzentrum. Vorbei am Fuente de las Granadas, einem schönen Brunnen, biegt man in den Carrera de la Virgen ein, eine breite Allee mit schönen alten Bäumen. Unser erstes Ziel ist der Mirador de San Nicolás, ein Aussichtspunkt im Barrio Albaicín, dem ältesten Stadtteil Granadas. Er geht in seiner Entstehung zurück auf die spätantike, vormaurische Siedlung Ilíberis, wobei Mauerreste auf eine Besiedlung bereits zu Zeiten der Iberer und Römer schliessen lassen. Von diesem Mirador aus hat man eine tolle Aussicht auf die Alhambra.

Map data ©2022 Google

Die Puente Romano….

…. und die beiden Brückenwächter…. Einer ist schon restauriert…. am Anderen nagt noch der Zahn der Zeit! 😀

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Für die Flüsse von Granada

Nur die Seufzer rudern

Oh Liebe, die ging und nicht kam!

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Dauro und Genil:

Tote Springbrunnen auf den Teichen

Oh Liebe, in Lüften vergangen!

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FEDERICO GARCIA LORCA

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Der Fuente de las Granadas

Die Puerta Real de España, ein belebter Verkehrsknoten, hier treffen fünf Strassen zusammen!

Das Ayuntamiento de Granada an der Plaza del Carmen

In der Calle de los Reyes Católicos…. «El ruido nos impide vivir»…. «Der Lärm hindert uns am Leben»

Obwohl die Strasse etwa 500 m weiter ab der Plaza de Santa Ana für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, ist hier ein ständiger Verkehr. Uns stört das beim Durchlaufen nicht so, aber wohnen wollten wir hier natürlich nicht! 👿

Corral del Carbón 

Es handelt sich um eine alte Karawanserei aus dem 14. Jahrhundert. Das ist das einzige Monument, das nicht im Albaicín liegt. Es wurde zur Blütezeit der letzten maurischen Herrscherdynastie errichtet. Später änderte dieser Bau mehrmals seine Funktionen. Unter anderem diente er für Theaterveranstaltungen, als Wohnhaus und als Kohlelager. 

Plaza Isabel La Católica

Berühmter städtischer Platz mit einer Bronzeskulptur von Königin Isabella I. und Christoph Kolumbus.

Wunderschön…. der Palacio de la Real Chancillería, der Kanzleipalast, er befindet sich an der Plaza Nueva, in der Nähe der Kirche Santa Ana und des Pilar del Toro.

Die Katholischen Könige schufen den königlichen Hof und die Kanzlei und richteten sie als Justizorgan ein. Nach der Eroberung der Stadt Granada wurde beschlossen, sie in dieser Stadt anzusiedeln. Es war das erste Gebäude, das eigens für die Unterbringung eines Gerichtshofs gebaut wurde.

Hier ist der Sitz des obersten Gerichts (Tribunal Superior de Justicia de Andalucía, Ceuta y Melilla) und der Generalstaatsanwaltschaft (Fiscalía Superior) von Andalusien.

Das Restaurant El Pilar del Toro wurde in einem alten Herrenhaus aus dem 17. Jh. eingerichtet.

© Copyright Corazón de Granada Hoteles 2019

Der Fuente Pilar del Toro

Photo by José Luis Filpo Cabana, License CC BY 4.0

Jetzt geht’s durch die engen Gassen von Albaicín nach oben!

Die Aussicht auf dem Mirador de San Nicolás auf die Alhambra und auf Granada ist grossartig…. die Lichtverhältnisse jetzt um die Mittagszeit sind leider etwas flau…. wir lassen uns erstmal im Restaurante El Mirador de San Nicolás nieder und machen Pause…. recht touristisch und wenn es voll ist, gibt’s nicht alle Gerichte der Speisekarte…. ok, dafür muss man dann auch nicht so lange auf’s Essen warten!

Die Iglesia de San Nicolás

Viel besser sind die Lichtverhältnisse nach dem Mittagessen auch nicht….

…. etwa so sollten sie sein! 😀

Photo by Andrea Zanoni, License CC BY-SA 3.0

…. oder so…. mit Blick auf die Kathedrale…. da geht’s jetzt nämlich hin!

Photo by M. Mergili, License CC BY-NC-SA 3.0

Wieder unten in der Stadt…. Plaza Nueva de Granada

Die Catedral de Granada (Kathedrale von Granada)…. vollständiger Name Santa y Apostólica Iglesia Catedral Metropolitana Basílica de la Encarnación de Granada

Mit dem Bau wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Königin Isabella begonnen, an demselben Ort, an dem sich einst die Hauptmoschee und später die Kirche Santa María de la O befand. Der ursprüngliche Entwurf stammt von Enrique Egas, bald jedoch wurde das Gebäude im Renaissance-Stil von Diego de Siloé umgebaut.

Die Bauarbeiten begannen Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Kathedrale gilt als Meisterwerk der spanischen Renaissance und wurde von Schriftstellern und Historikern gewürdigt.

Der Haupteingang an der Plaza de las Pasiegas

Die äussere Struktur ist gotisch. Den Entwurf der Hauptfassade lieferte Alonso Cano. Der Innenbereich der Kathedrale ist im Renaissancestil gehalten und verfügt über einen gotischen Grundriss, Seitenkapellen und einen Altarraum, ein Meisterwerk von Diego de Siloé. Der Kirchenschatz der Kathedrale wird im ehemaligen Kapitelsaal aufbewahrt, in dem heute Ornamente und Prachtstücke von hohem Wert lagern.

Im Inneren beeindrucken die Höhe, die lichte Weite und die geweissten Wände. Dadurch, dass Anfang des 20. Jh. die Chorschranke entfernt wurde, hat man einen ungehinderten Blick durch die ganze Länge der Kathedrale.

Zweifellos ähnlich prachtvoll wie die Kathedrale von Sevilla, aber deutlich kleiner!

Die Parroquia de Santos Justo y Pastor

Die katholische Parochialkirche Colegiata Parroquial de los Mártires Santos Justo y Pastor liegt an der Plaza de la Universidad nördlich der Fakultät für Jura. Die Kirche wurde im 16. Jh. auf dem Gelände einer Moschee errichtet. Das massiv wirkende Bauwerk im klassischen Stil wird durch den barocken Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert deutlich aufgelockert.

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So…. genug rumgelaufen für heute…. morgen ist auch noch ein Tag!

Noch einen Tinto de verano zur Erfrischung und dann geht’s mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Mal schauen, was es heute Abend im Restaurant gibt! 😀

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